Sa, 18. November 2017

4:3 in Halbfinalserie

30.03.2011 10:50

Salzburg setzt sich in Showdown gegen Caps mit 4:1 durch

Fünf Tage nach Rekordmeister KAC ist Titelverteidiger Salzburg am Dienstagabend ins Finale der Erste Bank Eishockey Liga eingezogen. Die Salzburger bezwangen die Vienna Capitals mit 4:1 und entschieden damit den Halbfinal-Thriller mit 4:3-Siegen für sich. Die Wiener erlebten ein Deja-vu, denn nach 2006, 2007, 2008 und 2009 schieden die Capitals zum mittlerweile fünften Mal im Halbfinale gegen die Salzburger aus. Für Trainer Kevin Gaudet war es zugleich die Abschiedsvorstellung, er verlässt die Wiener nach vier Jahren.

Im Spiel jubelten die Bullen bereits nach 84 Sekunden über einen Auftakt nach Maß: Marco Pewal bezwang Capitals-Goalie Adam Hauser gleich mit dem ersten Torschuss zum 1:0. Die Gäste taten sich ohne Francois Fortier (Fußverletzung) im Spielaufbau schwer und kamen kaum zu Chancen. Der nächste herbe Rückschlag für die Wiener war die Verletzung von Benoit Gratton (9.). Der Capitals-Kapitän ging nach einer Matchstrafe-verdächtigen Attacke von Daniel Welser zu Boden (siehe Infobox), zog sich neben einem Cut auch eine Gehirnerschütterung zu und musste das Spiel vorzeitig beenden. Salzburg blieb druckvoller, die Nervosität war aber beiden Teams deutlich anzumerken.

Caps mit großem Kämpferherz
Zu Beginn des Mitteldrittels überraschte Martin Oraze Salzburg-Schlussmann Reinhard Divis mit einem Versuch, der via Innenstange den Weg zum 1:1 ins Tor fand (23./PP). Salzburgs Konter ließ aber nicht lange auf sich warten, ebenfalls in Überzahl stellte Thomas Raffl mit einem wuchtigen Schuss auf 2:1 (25./PP). Die Führung der Red Bulls war verdient, aber die Gäste gaben nie auf und zeigten ohne zwei ihrer Topspieler ein großes Kämpferherz. Bei der größten Ausgleichschance traf Rafael Rotter nur das Außengestänge des Tores (53.). Die Vorentscheidung fiel durch ein kurioses und umstrittenes Tor. Nach Schuss von Ryan Duncan und Hauser-Abwehr rutschte der Puck vom Schlittschuh von Welser und der Hand von Martin Ulmer zum 3:1 ins Tor (56.), das erst nach Videostudium gegeben wurde.

Pagé denkt nur mehr ans Finale gegen den KAC 
Den Schlusspunkt setzte Thomas Koch mit dem 4:1 im Powerplay (57.), damit endete auch das siebente Match dieser Serie mit einem Heimerfolg. Caps-Trainer Gaudet haderte nach dem Out seines Teams mit den Entscheidungen des Schiri-Teams: "Vier Schiris sehen nicht, dass das eine Matchstrafe war. Das ist lächerlich. Dieses Ausscheiden tut weh." Salzburg-Trainer Pierre Pagé wollte dagegen gar nicht über das Match gegen die Capitals sprechen, er forderte bereits volle Konzentration auf die Finalserie gegen den KAC. "Wir müssen dieses Spiel jetzt vergessen, wir müssen ab sofort nur noch über den KAC sprechen. Trinken, Essen, Schlafen, Training. Wir müssen gut vorbereitet ins Finale gehen und uns auf die Details konzentrieren."

Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
Salzburg, Volksgarten, 3.200, SR Berneker/Smetana
Tore: Pewal (2.), Raffl (25./PP), Duncan (56.), Koch (57./PP) bzw. Oraze (23./PP)
Strafminuten: 20 bzw. 26.

Endstand der Serie: 4:3

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden