Fr, 20. Oktober 2017

Das beste Bier

29.03.2011 11:39

Klein-Brauereien wetteifern um den Staatsmeistertitel

Die besten Biere von Österreichs Haus-, Klein- und Mittelstandsbrauereien werden heuer in der Steiermark gekürt: Bei den Staatsmeisterschaften im oststeirischen Schloss Pöllau bei Hartberg vom 29. bis 30. April werden mehr als 200 Gerstensäfte aus über 100 Brauereien in mehreren Kategorien verkostet. Veranstaltet wird das Spektakel heuer zum achten Mal von der BierIG, dem größten österreichischen Bierkonsumentenverein aus Obertrum in Salzburg.

Beim Testen darf ein Juror nur bis zu zwei Schlucke vom Gebräu kosten und hat dann 30 Sekunden Zeit für sein Urteil. "Nach maximal zehn Bieren muss jeder eine Pause einlegen, eine Runde aussetzen sozusagen", so der verantwortliche Braumeister und Organisator Alois Gratzer von der BierIG.

"Eine Bierverkostung kann man sich ähnlich wie eine Weinverkostung vorstellen, nur dass das Bier auch tatsächlich getrunken wird", erklärte der Braumeister. Vorgegangen wird bei der Bewertung des Gerstensaftes nach strengen Kriterien: "Als Erstes wird der Schaum beurteilt, dann die Farbe und Trübung des Bieres, der Geruch und schließlich wird gekostet. Da wird dann noch der Antrunk, der Haupttrunk und der Nachtrunk beurteilt", so Gratzer. Ein Publikumsjuror könne so pro Tag bis zu 40 Biere verkosten. Favoriten gäbe es bisher keine, im oberen Drittel würde es aber qualitativ ein dichtes Gedränge geben, was für die Jury ein hartes Stück Arbeit bedeutet.

Sieben Kategorien werden verkostet
Teilnehmen dürfen alle österreichischen Brauereien, die ein Jahres-Sudvolumen von 50 Hektolitern nicht überschreiten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 30 Hektoliter, die Veranstaltung versucht, jedes Jahr ein bisschen größer zu werden. Die Staatsmeisterschaften, die bisher fast immer in Salzburg stattgefunden hatten, werden heuer zum zweiten Mal auf Schloss Pöllau in der Oststeiermark ausgetragen.

Verkostet wird in den Kategorien Pils, Märzen, Weizenbiere, untergäriges Spezialbier, obergäriges Spezialbier und Starkbier. Die Sonderkategorie Stout wurde dieses Jahr erstmals neu in die Wertung aufgenommen, so Gratzer.

Von Chili-Bier bis "Muntermacher"
Im Vorjahr wären die ausgefallensten Sorten dabei gewesen, wie beispielsweise ein mit Chili versetzter "Hopfenblütentee" oder ein "Muntermacherbier" mit Koffein. "Besonders interessant waren auch die Kreationen mit Walnuss, Ingwer oder Bitterschokolade", erzählt der Braumeister. Das stärkste Bier aus der Vorjahreswertung war ein Triple-Bock mit 9,5 Volumprozent Alkoholgehalt. Mit ihren ungewöhnlichen Gebräuen hätten sich laut Gratzer auch heuer wieder viele Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr für die Staatsmeisterschaften angekündigt.

Die rund 200 verschiedenen Proben (2010 waren es etwa 150), die zur Verkostung auf Schloss Pöllau eingereicht werden, beurteilt eine Jury, bestehend aus Fach- und Publikumsjuroren. Für Letztere können sich auch heuer wieder alle Laien und Bierliebhaber qualifizieren, indem sie die am 29. April stattfindende Verkosterschulung absolvieren. Erstmalig wird die Jury diesmal auch von zwei europäischen Verkostern aus England unterstützt.

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