Do, 23. November 2017

Unmut in Gmunden

28.03.2011 16:47

Köppl liest seinen politischen Gegnern die Leviten

Angesagte Revolutionen bleiben meistens aus: So auch in Gmunden. SPÖ, FPÖ und Grüne hatten nach dem Suizid des Stadtamtsdirektors eine eigene Stadtratssitzung gefordert. Doch Bürgermeister Heinz Köppl blieb am Montag bei seiner Linie, stritt alle Mobbingvorwürfe ab und las seinen politischen Gegnern die Leviten.

Nach der ersten, allgemein verständlichen Betroffenheit über den Freitod von Stadtamtsdirektor Robert Hametner (59) am 24. Februar hatten sich in der Traunseestadt langsam die Schleusen für ein politisches Schlamm-Catchen auf teilweise unterirdischem Niveau geöffnet.

Die Opposition wirft Bürgermeister Heinz Köppl (59) vor, die massiven Mobbingvorwürfe, die Hametner in seinem Abschiedsbrief erhoben hatte, einfach zu ignorieren. Das will wiederum Köppl nicht gelten lassen.

Gespräch nur über Medien?
"Zu Hametner möchte ich mit Rücksicht auf seine Familie nichts sagen. Den Kollegen von den anderen Fraktionen hingegen schon: Die Causa Hametner ist schon in der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche abgehakt worden. Ich bin seit 14 Tagen wieder im Dienst, mit mir kann jeder jederzeit das Gespräch suchen. Aber mir wird ja alles nur über die Medien ausgerichtet." Bei der nicht öffentlichen Stadtratssitzung spielte ein vorderer Tagesordnungspunkt die Hauptrolle: die Neubestellung des Stadtamtsdirektors.

Vorab hatten SPÖ-Vizebürgermeister Christian Dickinger und FPÖ-Gemeinderat Gerald Grampelhuber versucht, den Langzeit-Bürgermeister unter Druck zu setzten. Dickinger: "Köppl benimmt sich wie ein Alleinherrscher. Sein Spitzenbeamter nimmt sich das Leben und er will anschließend einfach wieder zur Tagesordnung übergehen."

Härtere Bandagen legte FPÖ-Mann Grampelhuber an: "Köppl ist als Bürgermeister untragbar geworden. Er kann mit diesem Makel nirgendwo mehr hingehen. Er hält die ganze Stadt Gmunden in Geiselhaft."

Kronen Zeitung

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