Di, 12. Dezember 2017

380-kv-Leitung

25.03.2011 10:15

Landwirt verärgert: "Grundbesitzer sind nichts wert"

Die Salzburgleitung soll Andreas Dengg aus St. Johann doppelt treffen: Sein Hof im Ortsteil Urreiting wird bereits von allen Seiten umspannt. Eine neue Trasse ist dort geplant. Nur die Alm war bisher Rückzugspunkt. Jetzt haben die Planer den 380-kV-Korridor auch dort vorgesehen. "Grundbesitzer sind nichts wert", ist er sauer.

Letztes Jahr lag plötzlich ein Schreiben vom Betreiber APG in seinem Briefkasten: "Ein Postwurf", erzählt Andreas Dengg kopfschüttelnd. "Sie haben mir mitgeteilt, dass wir Grundbesitzer nichts zu reden haben."

Abstand wird nicht eingehalten
Der Hof liegt in der Nähe des Umspannwerks Pongau. Drei Leitungen führen schon jetzt vorbei. Die 220er-Trasse Richtung Wagrain soll im Zuge der Salzburgleitung dem geplanten Golfplatz ausweichen und neu verlegt werden. "Sie fahren quer über die Häuser", informiert der Landwirt. "Die 200 Meter Abstand werden nirgendwo eingehalten."

Besonders ärgert ihn: "Ein Projektmanager hat das vor zehn Tagen noch völlig verleugnet, dabei gibt es schon Pläne." Der Betreiber dazu: "Wir bemühen uns, überall als Landeselektrizitätsgesetz einzuhalten."

Besonders bitter: Auch seine Alm im Gainfeldtal soll es jetzt treffen. Sie gehört zu den wenigen Hütten in Gemeindegebiet von Bischofshofen. "Bis jetzt hatten wir wenigstens dort absolute Ruhe", beschreibt es Dengg. Investitionen kommen dazu, jetzt hängt alles in der Luft.

von Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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