Di, 17. Oktober 2017

Erneut operiert

24.03.2011 18:29

Amtsleiter ringt nach Amoklauf weiter mit dem Tod

Mit einem äußerst mulmigen Gefühl gehen die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Klosterneuburg seit dem blutigen Amoklauf am Dienstag in ihre Büros. Margarete B., die stundenlang in der Gewalt des Geiselnehmers war, und Martin A., der sich im Nebenraum versteckt hatte, werden weiterhin psychologisch betreut. Das schwer verletzte Opfer ringt mit dem Tod.

Der von mehreren Kugeln getroffene Alexander M. musste am Mittwoch erneut operiert werden. Er bekam bereits 55 Blutkonserven verabreicht, doch noch immer kämpft der zweifache Familienvater ums Überleben. Dabei hatte der Leiter der Forstabteilung nur seinen Job erledigt – und war so ins Visier von Alfred Fuchs, der sich ungerecht behandelt gefühlt hatte, geraten.

"Uneinsichtig und unkooperativ"
Auch Amtstierarzt Holger Herbrüggen, der sich auf einem Seminar im Ausland befindet, sollte sterben. "Ich habe vor wenigen Tagen mit Herrn Fuchs gesprochen, er hat heftig reagiert, war uneinsichtig und unkooperativ", so der Veterinärmediziner zur "Krone". Fuchs habe gedroht, eine Tierschützerin, die sich um die verwahrlosten Pferde kümmern wollte, zu erschlagen. Herbrüggen: "Aus Sicherheitsgründen bin ich mit der Polizei zum Stall gefahren."

Margarete B., die der Amokläufer als Geisel genommen hatte, und Förster Martin A. werden psychologisch betreut. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut", so Martin A.

von Doris Vettermann und Michael Pommer, Kronen Zeitung

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