Di, 17. Oktober 2017

Gasexplosion

22.03.2011 14:42

Zu wenig Personal: Bericht kommt erst in einigen Monaten

Ob es nach der Explosion am Spratzerner Kirchenweg in St. Pölten, die im vergangenen Juni fünf Menschen das Leben gekostet hat, ein gerichtliches Nachspiel geben wird, ist weiterhin offen: Wegen "personeller Unterbesetzung" bei der Anklagebehörde werde er den Vorhabensbericht erst in einigen Monaten fertigstellen können, sagte der zuständige Staatsanwalt Karl Fischer am Dienstag. Er hoffe, dass es noch vor dem Sommer so weit sei.

Die angeforderten Gutachten von Brand-, elektrotechnischen, geologischen sowie Heizungs- und Anlagensachverständigen sind Anfang Februar bei der Staatsanwaltschaft eingelangt. Erkenntnisse daraus müsse er nun prüfen, so Fischer. Über genaue Inhalte wollte er freilich nichts sagen. Der bisher ermittelte Unfallhergang habe sich aber so weit bestätigt.

Leck in der Gasleitung als Ursache
Ermittelt wird wegen fahrlässiger Gemeingefährdung und fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Ob ein konkreter Schuldiger ausgemacht werden kann, ist aber noch unklar. Die Beamten des Landeskriminalamtes hatten in ihrem Abschlussbericht jedenfalls Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Katastrophe ausgelöst haben dürfte ein Leck in der Gasleitung unter dem Gehsteig vor dem Haus. Es soll durch einen Lichtbogenkurzschluss in einem das Gasrohr kreuzenden 20-kV-Stromkabel verursacht worden sein, das Gas strömte daraufhin durch ein stillgelegtes Rohr in das Haus. Die Leitungen lagen praktisch aufeinander, der erforderliche Mindestabstand wurde demnach also nicht eingehalten.

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