Di, 21. November 2017

Immobilie abgeluchst

22.03.2011 13:36

Brüderpaar soll Landwirt jahrelang schikaniert haben

Jahrelang soll ein Brüderpaar im Bezirk St. Pölten einen 62-jährigen Landwirt massiv drangsaliert und ihm schließlich sogar seine Liegenschaft abgeluchst haben. Der 49- und der 39-Jährige wurden am Montag unter dem Verdacht der fortgesetzten Gewaltausübung, Nötigung, Körperverletzung und Betrugs festgenommen, berichtete die Sicherheitsdirektion.

Seit 2005 hätten sich die Brüder durch regelmäßige Besuche das Vertrauen des allein stehenden Mannes erschlichen und ihn auch immer wieder zum Alkoholkonsum animiert. In den Folgejahren sollen sie ihr Opfer wiederholt betrogen und Geld veruntreut haben. Durch Drohungen und auch Gewaltanwendung hätten sie den Mann dann dazu gebracht, ihnen per Notariatsakt sein 25 Hektar großes Anwesen im Wert von 250.000 Euro um 10.000 Euro samt Leibrente - und damit zu einem Spottpreis - zu verkaufen.

Brüder wollten Landwirt in Psychiatrie einweisen lassen
Seit Jahresbeginn dürften sich die Schikanen und körperlichen Übergriffe gemehrt haben - nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) offenbar mit dem Ziel, den 62-Jährigen in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Der konsultierte Arzt stellte aber weder die behauptete Alkoholisierung noch für eine Einweisung vorliegende gesundheitliche Gründe fest.

Am 14. März sprach die zuständige Polizeiinspektion im Dunkelsteinerwald ein Betretungsverbot für das Brüderpaar aus. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Festnahme an, die Beamte des LKA vornahmen. Bei den Vernehmungen bestritten die Männer jegliche Vorwürfe. Sie wurden in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
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