Di, 17. Oktober 2017

Gegen Almen-Trasse

22.03.2011 09:37

Abtenau wehrt sich nun auch gegen die 380-kV-Alternative

Der Kampf gegen die 380-kV-Leitung löst jetzt in Abtenau Bestürzung aus: Anrainer aus dem Salzachtal legten eine Alternative zu der geplanten Trasse, die unberührte Natur im Lammertal zerschneiden soll, vor. Die Strombosse lehnten das bereits ab. Und Abtenau macht ein für allemal klar: "Das ist undenkbar!" Die Natur ist das Fundament im Tal und auch die Lawinensicherheit sei in Gefahr.

Der Eingriff in die Natur wäre ein gewaltiger: Die Trasse führt von Abtenau Richtung Krispl bis zum Truppenübungsplatz Aualm in St. Martin. Sie quert Naturjuwele wie die Rocheralm oder das Landschaftsschutzgebiet am Seewaldsee.

"Ein absoluter Wahnsinn. Vor zwei Jahren ist die Lawine bis zu unserem Hof gekommen und dann wollen sie riesige Masten in die Hänge stellen", warnt Grundbesitzer Josef Moisl vom Unterau-Bauern. "Wir werden auch schon mit der Gasleitung bombadiert, dann das noch." Und auch Thomas Strubreiter von der Auerhütte am Seewaldsee wehrt sich gegen die drohende Zerstörung: "Ich habe extra verhindert, dass Strom zu uns kommt, damit alles ursprünglich bleibt."

Die Verunsicherung ist in Abtenau groß. Laufend rufen bei Bürgermeister Johann Quehenberger besorgte Bürger an: "Die Trasse führt über Berggipfel, übers Grat und durch sehr steiles Gelände. Wir lassen uns das nicht zerstören", wettert der Ortschef gegen das "Herumschieben der Trasse".

Betroffene Bewohner des Salzachtal-Korridors fordern eine Prüfung dieser Alternative. Bürgermeister Quehenberger: "Einerseits zieht uns das Salzachtal Gewerbebetriebe ab und dann sollen wir unser Erholungsgebiet opfern. Das ist undenkbar." Beim Floriani-Prinzip will er nicht mitmachen: "Wir suchen keine weitere Osttrasse. Die Leitung muss dort kommen, wo sie technisch am leichtesten machbar ist."

von Sabine Salzmann, Kronen Zeitung
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