Mo, 20. November 2017

Grüne alarmiert

21.03.2011 18:34

„Schrumpfkur“ für Schutzgebiet am Wallersee fast fix

Eine neue Verordnung des Landes lässt das Schutzgebiet rund um den Wallersee deutlich schrumpfen - bisher haben Bauverbote und andere strenge Regeln im Abstand von 500 Meter vom Seeufer gegolten, jetzt gibt es kleinere Abstände. Die Grünen schlagen Alarm, doch das Land beruhigt: "Das soll nur die Verwaltung einfacher machen."

Seit 2003 ist ein 500-Meter-Gürtel um den Wallersee streng geschützt – das soll Verbauung und Zersiedelung verhindern. Doch jetzt gibt's in Neumarkt, Seekirchen und Henndorf eine neue Verordnung, die eine Verkleinerung vorsieht. Die Grünen schlagen Alarm: "In Henndorf wird die geschützte Fläche halbiert, das ist wie ein Freibrief für die Verbauung", meint Elisabeth Piller.

Ortschef Rupert Eder beruhigt: "Das ist eine Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten, weil jetzt auch Siedlungsgebiet geschützt ist. Ebenso Flächen, von wo aus man den See gar nicht sieht, das ist nicht sinnvoll."

Auch Landesrat Sepp Eisl verteidigt die Schrumpfung: "Wir wollen die Bürokratie abbauen. Weil jeder Häuslbauer eine Bewilligung vom Naturschutz braucht, wenn er nur Balkon oder Fenster umbaut – diese Verfahren sollen einfacher werden."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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