Di, 17. Oktober 2017

Wahlkampf billiger?

22.03.2011 13:12

St. Pölten wählt am 3. Juli einen neuen Gemeinderat

Knalleffekt bei den Spekulationen um die Kür eines neuen Gemeinderates in St. Pölten. Nach Anfrage der "Krone" bestätigte Bürgermeister Matthias Stadler (SP): "Ja, wir wollen am 3. Juli wählen." Damit erspare man sich einen langen Politstreit, "die Bürger erwarten zu Recht, dass rasch wieder gearbeitet wird".

Sommer- oder Herbsttermin für die Gemeinderatswahl? In der Landeshauptstadt schieden sich bisher die Geister. Bisher, denn jetzt ist der Termin fixiert. "Es stimmt, dass ich heute mit den Fraktionen darüber sprechen werde. Mein Ziel ist der 3. Juli", erklärte Bürgermeister Matthias Stadler (SP) am Montag.

Wahlkampf soll durch frühen Termin billiger werden
Von dem Urnengang vor den Sommerferien - dem frühestmöglichen Termin vor Auslaufen der Funktionsperiode – erhofft sich der Stadtchef einen billigeren Wahlkampf in Zeiten knapper budgetärer Mittel. Man könne sich damit nicht nur eine "lange, harte" Kampagne ersparen sondern außerdem im Herbst schon wieder alle Energie für die Budgetplanung 2012 frei haben.

Abstimmung zu dem Thema siehe Infobox

Bei der Kommunalwahl in der niederösterreichischen Landeshauptstadt am 8. Oktober 2006 hatte die SP, mit Stadler als Spitzenkandidat, der nun wieder antritt - erstmals nach Langzeitbürgermeister Willi Gruber - ihre seit 1965 bestehende absolute Mehrheit auf 59,61 Prozent ausgebaut und um ein Mandat auf 26 zugelegt. Die ÖVP fuhr ein leichtes Minus ein, sie kam auf 24,22 Prozent und büßte einen Sitz auf zehn ein. Die Grünen konnten mit 7,21 Prozent ihren Mandatsstand von drei Sitzen halten. Die FPÖ kam auf 5,68 Prozent und zwei Mandate (zuvor drei). Die Liste "Hermann Nonner" schaffte den Einzug, 2,41 Prozent bedeuteten ein Mandat. Stimmberechtigt waren damals 40.997 Personen.

Generationswechsel bei der Volkspartei
Die ÖVP St. Pölten hat bereits die personellen Weichen für das Votum gestellt, die einen Generationenwechsel einleiten: Gemeinderat Matthias Adl wurde zum Spitzenkandidaten nominiert und löst damit Vizebürgermeister Hannes Sassmann ab.

von Lukas Lusetzky, Harold Pearson (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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