Mo, 18. Dezember 2017

"Suppen-Streit"

21.03.2011 16:42

Spitals-Kooperation scheitert stets an Landesgrenzen

Zwei Krankenhäuser quasi Tür an Tür – da platzte bereits vor knapp zehn Jahren Rechnungshof-Prüfern der Kragen. Sie forderten Kooperationen zwischen den Kliniken in Hainburg (NÖ)und Kittsee im Burgenland. Bei Küche, Reinigung und Wäscherei scheiterte das Vorhaben. In der Chirurgie läuft die Zusammenarbeit jetzt aber an.

Wird die Suppe im Teller oder im Topf auf die Stationen gebracht? Man möchte es kaum glauben: Diese Frage ließ die Zusammenlegung der Küchen in den Spitälern Hainburg und Kittsee platzen. Weil nur 15 Kilometer Distanz zwischen den beiden Kliniken liegen, hatte der Rechnungshof eine engere Zusammenarbeit gefordert. Was die Staatsprüfer dabei wohl unterschätzten: Dass auch eine Landesgrenze diese Krankenhäuser trennt.

"Solche Schwerpunkte heben die Qualität"
Wie die gemeinsame Küche scheiterten auch einheitliche Reinigungskräfte an unterschiedlichen Landessystemen. Im Burgenland waren die Putztrupps im Spital angestellt, in Niederösterreich indes privatisiert. Weil man es nicht einmal geschafft hatte, Kochlöffel und Besen im Gleichklang zu schwingen, war die Kooperation jahrelang das Papier nicht wert, auf dem sie einst festgeschrieben worden war.

Jetzt zeigen zwei Abteilungen vor, wie es geht: Patienten der Unfallchirurgie werden vor allem in Hainburg behandelt, jene mit Standardoperationen in Kittsee. "Solche Schwerpunkte heben die Qualität", heißt es.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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