So, 19. November 2017

0:0 in Hütteldorf

20.03.2011 10:57

Schlusslicht LASK knöpft Rapid zu zehnt Punkt ab

Rekordmeister SK Rapid ist am Samstagnachmittag im Auftaktspiel der 26. Runde der tipp3-Bundesliga gegen Schlusslicht LASK nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Während die Hütteldorfer nach dieser enttäuschenden Leistung im Hanappi-Stadion Tabellenfünfter blieben, reduzierten die Linzer den Rückstand auf Mattersburg, das gegen Wiener Neustadt 1:2 verlor, auf acht Punkte.

Allerdings hätten die mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl agierenden Gäste eigentlich erstmals seit dem 27. Mai 2000 (1:0) drei Zähler aus dem Westen Wiens mitnehmen müssen. Doch LASK-Kapitän Rene Aufhauser scheiterte in der 82. Minute vom Elfer-Punkt kläglich an Rapid-Schlussmann Helge Payer. Ein Foul von Saurer, der Kaufmann im Strafraum niedergerissen hatte, hatte zu diesem Penalty geführt (81.). Damit sind die Oberösterreicher schon seit 15 Runden sieglos.

Rapid kam in Hälfte eins überhaupt nicht auf Touren, obwohl Coach Peter Pacult erstmals seit 20. Februar wieder Jan Vennegoor of Hesselink nach dessen Verletzung von Beginn an als zweite Spitze aufbot. Aber der Niederländer war wie die gesamte Rapid-Elf an diesem Nachmittag ein Schatten seiner selbst.

Linzer vor allem im Konter gefährlich
Der LASK war dagegen vor allem im Konter gefährlich, erstmals in Minute sieben, als nach einer Kaufmann-Schussflanke Rapid-Goalie Helge Payer nur kurz abwehrte. Doch Bukvas Nachschuss aus spitzem Winkel wurde von Pehlivan gerade noch in den Corner geblockt. Die größte Chance vor der Pause hatte aber LASK-Stürmer Kragl, der Sonnleitner aussteigen ließ, aber mit seinem schwachen Abschluss an Payer scheiterte (21.).

Auch nach dem Wechsel tat sich Rapid schwer, und die Gäste aus Linz präsentierten sich weiterhin alles andere als ein Abstiegskandidat. Die überwiegende Mehrheit der 16.200 Zuschauer im Hanappi-Stadion, unter ihnen auch der Ex-Rapidler und aktuelle Duisburg- sowie ÖFB-Team-Torjäger Stefan Maierhofer, wurde deshalb mit zunehmender Spieldauer immer besorgter. Der LASK schwächte sich jedoch selbst, als Duro in der 62. Minute von Referee Markus Hameter nach seinem zweiten Gelb-Foul vorzeitig vom Platz gestellt wurde.

Salihi vergibt Matchball für Rapid
Der daraus resultierende Freistoß brachte die ersten Torschüsse der Gastgeber nach der Pause: Zunächst lenkte Linz-Schlussmann Mandl mit den Fingerspitzen den 30-m-Direktversuch von Kayhan gerade noch an die Stange, wenige Sekunden später landete ein Hofmann-Schuss an der Latte (beide 64.). Auf der Gegenseite scheiterte Majabvi mit einem Fernschuss ebenfalls an der Latte (76.) - und Aufhauser dann eben mit seinem Foulelfer. Den Matchball für Rapid vergab Salihi, der nach Saurer-Vorarbeit in Mandl seinen Meister fand (89.).

Meinungen zum Spiel
Peter Pacult (Rapid-Trainer):
"Wir haben heute nicht gut gespielt und viele technische Fehler gemacht, aber wir haben den Gegner nicht unterschätzt. Natürlich ist die Enttäuschung groß, aber wir sind nicht bei einem Wunschkonzert, es gibt auch noch einen Gegner. Jetzt muss man sich dieses Spiel in Ruhe anschauen, bevor man Schnellschüsse macht."

Walter Schachner (LASK-Trainer):
"Der Punkt wird uns natürlich nicht so viel weiterhelfen. Aber wie meine Mannschaft hier vor 16.000 Zuschauern agiert hat, auf dieser Leistung kann man aufbauen. Am Dienstag wird es aber ein Elfmeter-Training geben. Hätte Rene (Aufhauser, Anm.) wie beim letzten Elfer halb hoch geschossen, dann wäre Payer mit dem Fuß nicht mehr rangekommen. Taktisch hat die Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Rapid hat vor der Pause keine Torchance vorgefunden - und wir haben auch nach vorne gespielt. Hut ab vor meiner Mannschaft."

Rene Aufhauser (LASK-Kapitän):
"Wir haben heute viel Hoffnung liegen gelassen, hätten drei Punkte holen können. Wir waren aus Kontern gefährlich und sind hinten gut gestanden. Ich wollte den Elfer hoch schießen, habe aber kurz davor in den Boden getreten, deswegen wurde der Schuss flach, und Helge konnte ihn mit dem Fuß abwehren. In Summe haben wir den Punkt verdient. Vor dem Spiel wären wir sicher damit zufrieden gewesen, jetzt ist das natürlich bitter. Wir haben es aber geschafft, hinten einmal gut zu stehen, damit können wir zufrieden sein."

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