Do, 23. November 2017

„Absolut stabil“

19.03.2011 11:39

Vizekanzler Pröll mit Lungenembolie im Krankenhaus

Vizekanzler Josef Pröll ist am Freitag mit einer Lungenembolie in die Innsbrucker Universitäts-Klinik eingeliefert worden. Er sei "absolut stabil", muss aber voraussichtlich bis Mittwoch im Krankenhaus bleiben. Nach Angaben seines Sprechers geht es dem Finanzminister den Umständen entsprechend gut, in den nächsten Tagen benötige er aber "absolute Ruhe". Seine Vertretung übernimmt vorerst Innenministerin Maria Fekter.

Ein Sprecher der Tiroler Landeskrankenanstalten bekräftigte am Samstag, Pröll sei weiterhin "wach und völlig stabil", er werde voraussichtlich bis Mittwoch zur Beobachtung im Spital bleiben müssen. Wie die Uni-Klinik mitteilte, befindet sich der ÖVP-Obmann auf der Normalstation für Innere Medizin.

Der Finanzminister hatte am Freitag beim Skifahren im Zillertal über Atemprobleme geklagt und wurde mit einem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen. Bereits in den Tagen zuvor hatte er zunehmend an Atemnot gelitten.

"Beinvenen-Thrombose verlegte ein Lungengefäß"

Laut dem Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Universitätsklinik für Innere Medizin, Otmar Pachinger (im Bild rechts), erlitt der Vizekanzler einen Lungeninfarkt: "Er hatte eine Beinvenen-Thrombose, das heißt einen Verschluss einer Vene am Unterschenkel, und die dürfte offensichtlich ein Lungengefäß verlegt haben." In den nächsten Tagen müsse er eine Blutverdünnung erhalten. Pröll sei aber sonst "klinisch völlig stabil".

Pröll wird aller Voraussicht nach in der gesamten nächsten Woche keine politischen Termine wahrnehmen können. Er wird damit u.a. beim Ecofin-Rat am Montag sowie beim Ministerrat und der Nationalratssondersitzung zur Atom-Politik nach der Katastrophe in Japan am Dienstag und beim Treffen der Europäischen Volksparteien im Rahmen des EU-Rates am Donnerstag in Brüssel fehlen.

Der Vizekanzler hatte bereits im Dezember 2009 eine Thrombose erlitten als er mit seiner Frau nach Mauritius geflogen war.

Verschluss von Blutgefäß

Eine Lungenembolie ist ein plötzlicher Verschluss eines oder mehrerer Blutgefäße, die vom Herzen zur Lunge führen. Der Verschluss entsteht dadurch, dass Blutgerinnsel aus dem Körper über die Blutbahn in die Lungengefäße eingeschwemmt werden. Ist ein Blutgefäß, das vom Herzen zur Lunge führt, verschlossen, wird der betroffene Lungenabschnitt nicht mehr durchblutet und das Blut wird somit nicht mehr mit Sauerstoff angereichert. Die Folge ist ein Sauerstoffmangel und zusätzlich eine Belastung der rechten Herzkammer, da diese bei einer Lungenembolie gegen einen erhöhten Druck anpumpen muss.

Je nach Größe des verschlossenen Lungengefäßes kann eine Lungenembolie keine oder nur leichte Beschwerden verursachen. Genauso gut können aber auch schwerwiegende bis lebensbedrohliche Symptome auftreten.

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