Sa, 18. November 2017

Ein Dollar pro Karte

18.03.2011 13:10

Spende für Japan: Wie generös ist Sheen wirklich?

Charlie Sheens Großmut ist wirklich löblich – Vorsicht, Ironie. Vor wenigen Tagen überraschte der skandalgebeutelte Star mit der Aussage, er werde einen US-Dollar (rund 0,7 Euro) pro verkaufter Karte seiner Live-Show "My Violent Torpedo of Truth" für die Erdbebenopfer in Japan spenden. Doch angesichts der Wucherpreise, die Sheen für die Karten verlangt, erscheint das Versprechen als blanker Hohn.

Als Fan von Charlie Sheen muss man recht tief in die Tasche greifen, jedenfalls dann, wenn man den Schauspieler einmal live erleben möchte. Das "People"-Magazin berichtet, dass allein die Karten für die Vorstellungen in der New Yorker "Radio City Music Hall" zwischen 80 und stolzen 500 Dollar (etwa 57 bis 354 Euro) kosten. Eine stattliche Summe, die da zusammenkommt, wenn man bedenkt, dass die Konzerthalle ungefähr 6.000 Sitzplätze umfasst und für zwei Shows von "Onkel Charlie" restlos ausverkauft ist.

Aufgrund des großen Andrangs – auch die Karten für die Shows in Detroit und Chicago waren binnen weniger Minuten weg – erweiterte Charlie Sheens Management in den letzten Tagen die Tour um weitere 19 Auftritte. Das verspricht viel Geld für den Schauspieler, der erst Anfang März aus seiner Sitcom "Two and a Half Men" geschmissen wurde. Den Angaben zufolge wird der 45-jährige Schauspieler nämlich einfach auf einem Stuhl auf der Bühne sitzen und das Publikum 75 Minuten lang unterhalten. Die Kosten für die Show dürften also eher gering sein - zumal kommerzielle Werbung für die Veranstaltungen nicht geplant sei, da die Tickets Sheen bisher quasi aus den Händen gerissen wurden. Ein paar Dollar mehr, die an die hilfsbedürftigen Menschen in Japan gingen, würden da wohl nicht schmerzen. Oder, Herr Sheen?

Ein Beispiel könnte sich Sheen an anderen Stars wie Sandra Bullock nehmen, die soeben eine Million US-Dollar für Japans Bevölkerung gespendet hat (siehe Infobox).
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