Mo, 18. Dezember 2017

Als Neffe ausgegeben

18.03.2011 11:26

Trickbetrüger bringen Linzerin um 13.000 Euro

Mit dem "Neffentrick" haben Betrüger am Donnerstag in Linz 13.000 Euro erbeutet. Bereits am Tag zuvor wurde eine 86-jährige Linzerin mit der gleichen Masche um 12.600 Euro erleichtert. Die Polizei rät zu Fangfragen bei verdächtigen Anrufen und ersucht Banken um Mithilfe.

Ein unbekannter Täter gab sich Donnerstagmittag bei einer 86-jährigen Pensionistin als deren Neffe aus und lockte ihr 3.000 Euro "für einen Wohnungskauf" heraus. Das Geld holte seine angebliche Sekretärin ab. Die Frau sei 28 bis 35 Jahre alt, von normaler Statur, habe dunkelblonde, schulterlange Haare und spreche österreichischen Dialekt, so die Beschreibung.

Immer wieder Opfer
Den gleichen Dreh wandte ein Betrüger am Nachmittag bei einer 83-jährigen Linzerin an. Dieses Mal war er allerdings der Schwager, der 10.000 Euro brauchte. Wieder übernahm die Sekretärin den Betrag. Eine weitere 86-jährige Pensionistin war vorsichtiger. Sie erklärte dem Anrufer, der sich als ihr Cousin ausgab und 6.000 Euro für einen Wohnungskauf erbat, dass sie kein Geld habe. Da beendete der vermeintliche Verwandte das Gespräch. Die Frau meldete den Vorfall der Polizei.

Polizei hofft auf Hilfe der Banken
Die Beamten seien präventiv auf zwei Schienen tätig, erklärte Oberst Heinrich Lindner. Banken habe man ersucht, mit Fingerspitzengefühl zu hinterfragen, wofür das Geld gebraucht werde, wenn ältere Menschen einen größeren Betrag abheben.

Außerdem gibt die Polizei Tipps bei Seniorenveranstaltungen. "Wir sagen den Leuten, sie sollen zurückrufen oder mit Fangfragen testen, ob ihr Gesprächspartner tatsächlich der ist, für den er sich ausgibt", so Lindner.

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