Do, 23. November 2017

„Zu gefährlich“

17.03.2011 08:25

Meteorologe bricht Asien-Reise nach Horror-Beben ab

Zehn Tage hat Meteorologe Alexander Ohms durch Asien fahren wollen – doch das Horror-Beben hat seine Japan-Reisepläne durchkreuzt. Die Erschütterungen selbst spürte der Wetter-Experte sogar in seinem 3.500 Kilometer entfernten Hotel in Peking. Jetzt verfolgt er das Geschehen auf Satelliten-Bildern.

Letztlich wurde es zum Kurzurlaub: Vergangene Woche brach Alexander Ohms Richtung China auf, am Freitag sollte es weiter nach Tokio gehen. Für eine Japan-Rundreise. Doch dann fing die Erde zu beben an. "Ich spürte die Erschütterungen sogar noch in meinem Hotel in Peking", schildert er.

Erst am nächsten Tag erfuhr von den dramatischen Ausmaßen des Bebens – und von der Atom-Gefahr durch die zerstörten Kernkraftwerke. "Zu gefährlich für eine Reise", organisierte Ohms mühsam seinen Rückflug nach Österreich. Er weiß: "Ich Vergleich zu dem Schicksal der Menschen dort ist dies das kleinste Übel"

"Keine unmittelbare Bedrohung"
Von der Wetterdienststelle in Salzburg aus verfolgt der Meteorologe nun genau die Wetterlage in Japan. Täglich aktualisiert er die Internet-Seite der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Derzeit zieht die Wolke wieder Richtung Pazifik hinaus, ist also keine unmittelbare Bedrohung für Tokio. In abgeschwächter Form erreicht sie Hawaii und die US-Westküste. Aber ohne Verstrahlungsgefahr."

"Die einzige gute Nachricht bei diesem Unglück ist derzeit die Wetterlage", weiß Ohms. Denn während es im Norden Japans sogar noch geschneit hatte, ist für die nächsten Tage Trockenheit angesagt.

von Max Grill, Kronen Zeitung

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