Do, 23. November 2017

„Kein Körberlgeld“

16.03.2011 18:29

Gemeinden kassieren bei Bürgern kräftig ab

Kanalgebühr, Wasserkosten, Hundesteuer: Die Rechnungen, die derzeit viele Bürger von ihren Heimatkommunen auf den Tisch bekommen, werden immer höher. Die Menschen stöhnen, aber die betroffenen Gemeindevertreter spielen den Ball weiter: "Alles wurde teurer, wir brauchen Kostenwahrheit, Anpassung."

Die Steuer, die vom Gehalt abgezogen wird, ist lange nicht die Gesamtsumme, die Bürger berappen müssen. Gebühren, Kostenbeiträge und mehr lassen den Rechnungsbetrag nach oben schnellen. "Bei mir in Wiener Neudorf kostet ein Posten der Kommunalabgaben plötzlich das Sechsfache", ärgert sich ein Bürger. Ortschef Christian Wöhrleitner: "Es wurde lange nicht erhöht. Wir machen uns kein Körberlgeld, sondern decken Aufwand ab." Zahlungen, welche die Gemeinde aufbringen müsse, werden laut dem SP-Politiker immer drückender: "Wir können nicht mehr alles finanzieren, was andere verbocken." Das sehen auch viele Bürger so – nur unter anderen Vorzeichen: "Wir müssen zahlen, weil Bund, Land und Gemeinden das Geld ausgeht."

Auch in Kirchstetten bei St. Pölten gehen die Wogen hoch: Hier wurde die "Bereitstellungsgebühr" verdoppelt. VP-Bürgermeister Paul Horsak: "Es gab seit acht Jahren keine Erhöhung mehr. Das Land hat uns diese Anpassung vorgeschrieben."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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