So, 17. Dezember 2017

Fehlende Kulanz

16.03.2011 17:44

Zu weit mit Bus gefahren - saftige Strafen für Schüler

Riesenwirbel hat es in Wiener Neustadt wegen fehlender Kulanz eines Buslenkers gegeben. Weil 21 Burschen nicht gleich Unterricht hatten, stiegen sie nicht bei der HTL aus, sondern zwei Stationen weiter – vor einem Imbiss-Lokal. Doch dafür waren die Fahrausweise nicht mehr gültig. Von Kulanz keine Spur. "Jetzt müssen wir alle je 60 Euro zahlen", ärgern sich Eltern.

Den verspäteten Schulbeginn wollten die 14- bis 17-Jährigen Ende Jänner für einen Imbiss nützen. Also fuhren sie vom Bahnhof nicht zur HTL, sondern eineinhalb Kilometer weiter. Als die Buben dann aussteigen wollten, erlebten sie eine böse Überraschung. "Der Lenker zog sofort die Fahrausweise ein", ärgert sich eine Mutter aus Gutenstein. Die Schüler "durften" die Dokumente danach am Verkehrsamt wieder abholen – und nun flatterten den betroffenen Eltern Strafbescheide ins Haus. Jeweils 60 Euro müssen die Betroffenen berappen. "Da hätte man doch menschlicher vorgehen können", herrscht großes Unverständnis.

"Schwarzfahrt ist eben Schwarzfahrt", heißt es indes bei den Wiener Neustädter Stadtwerken, die für den Busverkehr zuständig sind. "Es ist anzunehmen, dass man weiß, für welche Zonen der Ausweis gilt". Zudem gebe es genaue Erläuterungen zur Erweiterung der Schülerkarte, für die Nutzung in der ganzen Stadt. Hätten die Burschen bei dieser Fahrt 90 Cent aufbezahlt, wäre alles korrekt gewesen…

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
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