Do, 23. November 2017

Unter Beschuss

15.03.2011 09:09

Vorwürfe gegen ÖVPler wegen falschen Parkens

Nicht nur in Oberösterreich haben Politiker offenbar eine Nachschulung in Sachen Verkehrsregeln, speziell was das Parken anbelangt, dringend notwendig. Nachdem erst kürzlich der VP-Landtagsabgeordnete Norbert Kapeller wegen Falschparkens unter Beschuss geraten war (siehe Infobox), gibt es mittlerweile auch in Niederösterreich Vorwürfe gegen VP-Politiker...

So musste sich VP-Landtagsabgeordneter Josef Edlinger am Montag für ein Falschpark-Vergehen entschuldigen. Er soll seinen Wagen in einer Tiefgarage auf einem Behindertenparkplatz abgestellt haben.

Edlinger sprach von einem einmaligen Vorfall, der ihm hoffentlich nicht wieder passieren wird. "Leider stand ich unter Zeitdruck, und dabei habe ich die Kennzeichnung des Parkplatzes, die am Boden angebracht ist, einfach übersehen", so der Landtagsabgeordnete. "Mir tut es aber schrecklich leid. Klarerweise stehe ich zu meinem Fehler", entschuldigte er sich für die "versehentliche" Nutzung.

SPÖ: "Nur fadenscheinige Ausreden"
"Edlinger wurde dabei ertappt, wie er ungerechtfertigterweise sein Auto auf einem Behindertenparkplatz abgestellt hat. Allerdings gibt es keine Spur von schlechtem Gewissen, sondern nur fadenscheinige Ausreden - eine derartige Kennzeichnung eines Parkplatzes kann man nicht einfach übersehen", kommentierte SPÖ-Landesgeschäftsführer Günter Steindl den Vorfall am Montag. Das sei eine unverfrorene Vorgehensweise gegenüber Menschen mit körperlichen Handicaps, schoss sich der rote Landesgeschäftsführer auf Edlinger ein.

Die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, forderte von Edlinger - wie vorher bereits von Kapeller - "eine klare und unmissverständliche Entschuldigung". Der oberösterreichische Abgeordnete war dem nachgekommen und hatte angekündigt, als symbolische Wiedergutmachung für eine Hilfsorganisation zu spenden.

Parkte auch Dienstwagen der LK-NÖ falsch?
Weiters wurde ein Dienstfahrzeug der Landwirtschaftskammer Niederösterreich dabei abgelichtet, wie es in Wieselburg einen Behindertenparkplatz blockierte (Bild). Wurde das betroffene Auto mittels Kennzeichen zunächst Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes zugeordnet, stellte sich dies nach Bekanntwerden des Falles als Irrtum heraus.

Ihm stehe nicht, wie im Bild gezeigt, ein Volvo, sondern ein BMW als Dienstwagen zur Verfügung, so Schultes. Zudem unterscheidet sich das Kennzeichen des fotografierten Dienstautos um eine Ziffer von seinem BMW, wie sich krone.at im Gespräch mit dem Landwirtschaftskammer-Präsidenten am Dienstag bestätigen ließ. Wer den besagten Volvo auf dem Behindertenparkplatz abgestellt hat, dem werde nun nachgegangen, versicherte Schultes am Dienstag. Er sieht hinter den Anschuldigungen so kurz nach dem Fall Kapeller eine parteipolitische Schmutzkampagne.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden