Fr, 22. September 2017

Gmundner Affäre

09.03.2011 20:52

Strugl: „Ich glaube nicht, dass Köppl jemanden mobbt“

"Heißkalt" bekommt es die Landes-ÖVP derzeit auf kommunaler Ebene: In Braunau erobert man den Stadtchef, in Gmunden ist der Bürgermeister in eine Selbstmord-Tragödie verwickelt worden. Parteimanager Michael Strugl erklärt, dass der Fall zwar eine Tragödie sei, er aber nicht an Mobbing durch Köppl glauben mag, weil er, Strugl, den Gmundener Stadtchef lange und gut kennt.

"Krone": Der Fall Gmunden bewegt ja bestimmt auch Sie.
Michael Strugl: Es ist natürlich eine Tragödie, wenn so etwas passiert. Das tut mir aufrichtig leid, auch für die betroffene Familie. Auf der anderen Seite ist es eine extreme psychische Belastung für jemanden, wenn dem Bürgermeister nun die Schuld am Tod eines Menschen gegeben wird. Das ist für Heinz Köppl enorm schwer, ich wünsche das niemandem.

"Krone": Sie glauben nicht an eine Schuld des Bürgermeisters.
Strugl: Solche Situationen sind ausgesprochen schwer zu beurteilen. Aber ich kenne Köppl lang und glaube gut. Er hat eine ausgeprägte soziale Ader und kümmert sich um seine Bürger. Der rennt wirklich. Und da passt es so gar nicht ins Bild, dass das einer sein soll, der Leute mobbt und fertig macht.

"Krone": Kann man irgendetwas aus dieser Causa lernen?
Strugl: Meinungsverschiedenheiten und Konflikte wird es in jeder Arbeitsbeziehung geben. Da muss man im Einzelfall entscheiden, was zu tun ist. Wenn aber Konflikte so eskalieren können, wird der Druck auf die Politiker natürlich groß. Und die Anzeige: Da geht's um formale Fragen – und da sind Bürgermeister immer gefährdet, auch einmal einen Fehler zu machen.

Kronen Zeitung

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