Fr, 24. November 2017

Alles wird neu

08.03.2011 09:43

Statt Sanierung nun Mega-Baustelle in Salzburg-Lehen

Ende 2013 hätten sich viele lang ansässige Lehener über ihre thermisch sanierten Wohnungen freuen können, im Sommer darauf manche über neue oder größere Balkone. Doch diese sanfte Aufwertung kommt im Struber- und Roseggergassen-Revier nicht. Stattdessen halten Spitzhacke und ein Total-Neubau Einzug. SP-Stadt-Vize Martin Panosch will für die Mieter bei Umsiedlung Härten vermeiden.

Für Hunderte Bewohner von Häusern aus den 50er-Jahren heißt es in Bälde: Umziehen in Ersatzwohnungen, alles wird neu. "Das hat die Phalanx von Bürgerliste, VP und Freiheitlichen beschlossen. Über die Motive könnte ich nur Mutmaßungen anstellen. Wir von der Sozialdemokratie waren und sind dagegen. Jetzt bleibt wohl nur noch Schadensbegrenzung", kommentiert Panosch.

SP-Stadt-Vize stellt Forderungskatalog auf
Er hat eine "Riesen-Verunsicherung bei den Betroffenen festgestellt, denen man fairerweise reinen Wien einschenken soll". Sein zentraler Forderungskatalog, um zumindest die größten Härten irgendwie abzufedern:

  • Einen verbindlichen Mieterbeirat, mit dem die Generalsanierung abgesprochen wird.
  • Ein Quartiermanagement mit Ansprechpartnern wie beim Stadtwerkeareal, denen die "Zwangsabsiedler" vertrauen können.
  • Es darf zu keinen Kündigungen von Hausbesorgern kommen, das Rückkehrrecht muss für alle Mieter ausser Streit stehen.

Es geht um Schicksale von Menschen
Panosch zur "Krone": "Ich muss zum gegenwärtigen Zeitpunkt sagen, dass ich über den zeitlichen Horizont und über Form und Zahl der Ersatzwohnungen nicht genau Bescheid weiß." Eines sei völlig klar: Anstelle der von der SP vorgesehenen Sanierung mit Balkonen und Isolierung, die bis Ende 2013 möglich gewesen sei, stehe nun eine Monsterbaustelle über zumindest ein Jahrzehnt bevor.

Eine der betroffenen jüngeren Mieter, Ronald Kronberger, zur "Krone": "Uns wären Balkone und thermische Sanierung lieber als eine Dauerbaustelle..." Panosch: "Es geht ja nicht um Bauklötze verschieben, sondern um Schicksale von Menschen."

Kronen Zeitung

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