Do, 23. November 2017

Gegen Bettelverbot

05.03.2011 16:50

Hunderte kamen zum „1. Linzer Massenbetteln“

Rund 300 bis 400 Teilnehmer haben am Samstagnachmittag am "1. Linzer Massenbetteln" teilgenommen. Die Aktion wurde von der neu gegründeten Plattform "BettelLobby Oberösterreich" durchgeführt und setzte sich gegen das Bettelverbot ein, das am 10. März vom oberösterreichischen Landtag beschlossen werden soll.

Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Laut Organisatoren sei die Aktion trotz der Kälte "ein voller Erfolg" gewesen. Die Teilnehmenden hatten sich eine halbe Stunde lang in der Landstraße zwischen Taubenmarkt und Passage auf den Boden gesetzt und symbolisch gebettelt. Die gesammelten Erträge werden der "ARGE Obdachlose" übergeben.

Die Lobby glaubt, dass Betteln ein Menschenrecht für Menschen in Not sei und fordert daher die Abschaffung aller diesbezüglichen Verbote, das Ende der Kriminalisierung bettelnder Menschen und die Bekämpfung der Armut und nicht der Armen. In Oberösterreich hat der Innenausschuss des Landtages am 10. Februar den endgültigen Entwurf für die Änderung des Polizeistrafgesetzes mit einer Stimmenmehrheit von ÖVP und FPÖ verabschiedet. Die SPÖ und die Grünen waren dagegen. Der Beschluss im Landtag soll bei der nächsten Sitzung am 10. März erfolgen. Bettelverbote gibt es bereits in Wien, Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich und Salzburg.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden