Fr, 24. November 2017

Unterschriftsreif

05.03.2011 09:06

Wr. Neustadt und Hannover werden in Zukunft kooperieren

"Wer mit den Adlern kreisen will, darf nicht mit den Hühnern picken." - Frank Stronachs Leitsatz ist Geschichte, auch für den SC Wiener Neustadt. Nach dem schrittweise vollzogenen Rückzug des Präsidenten und von dessen Magna-Konzern musste sich der niederösterreichische Bundesligist andere Überlebensstrategien zurechtlegen und fand nach akribischer Vorarbeit sein Adlernest - in Hannover.

4. Dezember: Als der damals neue Vizepräsident Peter Peninger verlautbarte, dass er mit einem international renommierten Klub eine Kooperation anstreben würde, schien der Glaube zu fehlen. In Wahrheit hatten Peninger und Manager Alex Gruber zu diesem Zeitpunkt bereits Kontakt zu Hannover hergestellt. Zu jenem Klub, der heuer in Deutschland für Furore sorgt und mit dem Vorstandsvorsitzenden Martin Kind einen zugänglichen Menschen an oberster Stelle hat.

22. Februar: Die Sache war so weit fortgeschritten, dass Peninger, Gruber und Teammanager Christoph Ungerböck zu einem finalen Gespräch nach Hannover flogen. Kind erwartete das Trio im Beisein von Sportdirektor Jörg Schmadtke und Sportkoordinator Valerien Ismael - und ließ den Österreichern wenige Tage danach eine Beurteilung zukommen. Kernpunkt: Der Gedanke der Kooperation ist konstruktiv und kann sich nachhaltig erfolgreich entwickeln. Wir gehen in der ersten Phase davon aus, dass Hannover ihrem Verein Spieler zur Verfügung stellt und die wesentlichen Kosten dafür übernimmt...

Fazit: Hannover parkt in Neustadt Spieler, die noch nicht den Sprung in die Kampfmannschaft schafften. Motto: Lieber in einer höchsten ausländischen Liga als in der zweiten deutschen oder gar bei den Amateuren in der vierten. "Wir denken an maximal sechs Spieler, um den Österreicher-Topf nicht zu gefährden", erklärt Peninger, "andererseits können sich Österreicher bei uns für Deutschland interessant machen."

Im sportlichen Bereich will Hannover nur beratend eingreifen. Und für Spieler, die sich bereits mit Abwanderungsgedanken aus Neustadt herumgeschlagen haben, ergibt sich plötzlich eine völlig neue Perspektive. Der Kooperationsvertrag ist seit Freitag unterschriftsfertig verfasst.

von Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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