Fr, 17. November 2017

„Spion“ verurteilt

02.03.2011 16:46

Hörschinger droht nun Disziplinar-Verfahren

Der Hörschinger Unteroffizier, der in München wegen Spionage zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden ist, blickt vorerst einer ungewissen Zukunft entgegen: Zwar waren die Ermittlungen gegen ihn bei uns vor zwei Jahren eingestellt worden, dennoch drohen Disziplinarverfahren.

Mittwoch früh meldete sich der 54-jährige Vizeleutnant bei seinem Vorgesetzten im Kommando Luftunterstützung zurück und erstattete Bericht über das Urteil. Ob sein Geständnis vor dem Gericht in München bei uns Auswirkungen haben wird, ist noch unklar. "Bei einer Verurteilung über einem Jahr könnte es dienstrechtliche Probleme bis zur Entlassung geben – in diesem Fall aber müssen die zuständigen Stellen erst entscheiden", äußert sich dazu Militärkommandant Generalmajor Kurt Raffetseder vorsichtig.

Trotz der Verurteilung und obwohl das Gericht von ihm 4.139 Euro Agentenlohn einkassierte, sieht sich der 54-Jährige nicht als Spion: "Das waren 4.000 US-Dollar Verdienst für den Verkauf von Enteisungsflüssigkeit und 1.700 Dollar für die Tickets meines ersten Moskaufluges", meinte er zur "Krone".

Seine Anzeigen gegen Abwehramt und Verfassungsschutz wegen Verdachts der Beweismittelunterdrückung will der Hörschinger aufrecht halten: "Das hat mit dem Prozess in München nichts zu tun – das sind zwei verschiedene Paar Schuhe."

von Johann Haginger, "OÖ Krone"

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