Do, 23. November 2017

Skandal in Paris

25.02.2011 16:25

Antisemitischer Ausraster von Star-Designer Galliano

Skandal um einen der größten Modeschöpfer der Welt: Völlig betrunken soll der britische Star-Designer John Galliano in Paris ein Pärchen angepöbelt und antisemitisch beschimpft haben. Die Polizei nahm den Dior-Chefdesigner kurz in Gewahrsam. Der 50-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Dior hat den Designer wegen der Vorwürfe in Zwangsurlaub geschickt. Galliano sei bis zum Abschluss der polizeilichen Untersuchungen seines Postens enthoben, teilte das Traditionshaus am Freitag in Paris mit.

Am Donnerstagabend soll Galliano im Pariser Szeneviertel Marais getrunken haben und dann in einen Streit verwickelt gewesen sein. Ein Paar wirft dem Modemacher vor, er habe sie beschimpft und antisemitische Bemerkungen ausgestoßen. Gallianos Anwalt sagte dagegen, der Designer sei "verbal angegriffen" worden, es habe einen Streit gegeben - zu keinem Zeitpunkt habe der Brite aber antisemitische Äußerungen getätigt.

Aus Polizeikreisen heißt es laut Medienberichten, der Designer habe das Paar auf der Terrasse eines Cafés beschimpft und sei sogar "leicht handgreiflich" geworden. Der Designer habe dort zuvor getrunken. Die Polizei habe ihn nach dem Vorfall vorübergehend mit auf die Wache genommen, wo 1,1 Promille Alkohol im Blut festgestellt worden seien. Die Staatsanwaltschaft habe entschieden, den Briten danach wieder freizulassen.

Ein Polizist soll Medien gegenüber gesagt haben, Gallianos Ausbruch sei vermutlich auf Stress zurückzuführen gewesen. Kommende Woche wird bei den Pariser Modeschauen seine Kollektion für den Herbst und Winter präsentiert.

Galliano arbeitet seit 1996 für Dior und ist seit 20 Jahren im Ausgehviertel Marais, das außerdem das Schwulen- und Lesbenviertel der Stadt ist, unterwegs. Zumeist in einem alten gelben Taxi.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden