So, 22. Oktober 2017

Diebestour verfolgt

22.02.2011 10:10

Handy wird Serieneinbrecher zum Verhängnis

Einem Serieneinbrecher, der sich in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark betätigt hat, ist sein Handy zum Verhängnis geworden. Die Polizei konnte anhand der Daten die Diebestour des 32-Jährigen nachvollziehen, was ihm viereinhalb Jahre Gefängnis eingebracht hat.

Der Moldawier hat am Montag im Prozess am Salzburger Landesgericht rund 50 der insgesamt 74 ihm zur Last gelegten Einbrüche in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark gestanden. Die Verurteilung zu viereinhalb Jahren Haft ist rechtskräftig.

Die gespeicherte Rufnummer des 32-Jährigen auf dem Mobiltelefon eines zuvor gefassten Komplizen brachte die Ermittler auf die Spur des Hauptverdächtigen. Der wiederum hatte sein Handy während der Einbruchsfahrten eingeschaltet, sodass die Datenauswertung Aufschluss über die zeitliche Abfolge der Diebesfahrten gab.

Die Bande bestand aus zehn Mitgliedern. Sie hatte es vorwiegend auf Bargeld abgesehen und mindestens zehn Tresore abtransportiert. "Die Bandenmitglieder waren in wechselnder Zusammensetzung von 2005 bis 2010 in Österreich aktiv", erklärte Staatsanwalt Robert Holzleitner. Der Schaden dürfte über 100.000 Euro betragen.

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte fuhr mit gestohlenen Fahrzeugen von Tatort zu Tatort. Dass die Einbrecher die Telefonnummern ihrer Komplizen auf ihren Mobiltelefonen unter deren Namen gespeichert hatten, wurde ihnen schließlich zum Verhängnis.

Symbolbild

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