Mo, 23. Oktober 2017

Gefahr unterschätzt

21.02.2011 20:20

Butangas als Droge – Schnüffeln kann tödlich enden

Achtung Lebensgefahr! Das Schnüffeln von berauschendem Gas wird von Jugendlichen trotz aller Dramen noch immer sträflichst unterschätzt, warnen jetzt Experten. Zuletzt hatten sich ja, wie berichtet, vier Burschen zwischen 16 und 18 Jahren in ihrem Auto in Pettenbach fast selbst in die Luft gesprengt und schwer verletzt.

Der Funke eines Feuerzeuges löste bekanntlich die fatale Explosion im alten Golf aus, in dem die vier Burschen mit je einer 250-Milliliter-Dose Feuerzeuggas geschnüffelt hatten. Die Jugendlichen erlitten Verbrennungen, der 17-Jährige liegt sogar im Koma.

Wie gefährlich der Trend zum Gasschnüffeln ist, zeigte sich in den vergangenen Jahren: So sprengten sich zwei Bundesheerrekruten in St. Georgen (Bezirk Amstetten) ebenfalls in ihrem Auto in die Luft. 2006 starb ein 20-jähriger Linzer durch dieses Schnüffeln an einer Atemlähmung, drei Welser im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sprengten sich in ihrer Heimatstadt in die Luft. Und auch in Mondsee löste Gasschnüffeln bis zur Bewusstlosigkeit im August 2007 ein verheerendes Explosionsunglück mit vier Verletzten in einer Wohnung mitten im Ort aus.

"Das Gasschnüffeln ist eine der schädlichsten Sachen überhaupt, da ist Heroin dagegen fast schon ein Dreck", warnt der Suchtexperte Christoph Lagemann.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).