So, 19. November 2017

Opfer erkennt Täter

19.02.2011 16:48

Räuber läutet in St. Valentin an Türe und zückt Messer

Ein äußerst ungewöhnlicher Raubcoup hat sich Samstag früh in St. Valentin (Bezirk Amstetten) abgespielt. Weil er sich Alkohol kaufen wollte, zog sich ein Arbeitsloser eine Maske über und überfiel bewaffnet mit einem Messer seinen 80-jährigen Nachbarn. Doch das Opfer – der Vater des bekannten Militärstrategen Gerald Karner – erkannte ihn natürlich.

Bei dem Vater des bekannten Militärstrategen Gerald Karner läutet es gegen 6 Uhr früh. Überrascht ob der außergewöhnlichen Uhrzeit, öffnete der 80-Jährige verdutzt, aber ohne Böses zu ahnen die Haustür. Dann der Schock: Ein maskierter Mann stand vor dem Pensionisten und bedrohte ihn mit einem Messer. "Geld her", so die eindeutige Forderung des zu diesem Zeitpunkt aber schon längst vom Opfer erkannten "Phantoms": Unter der Furcht einflößenden Maske steckte der Nachbar des 80-Jährigen.

Doch dieser behielt seine Erkenntnis (vorerst) für sich und drückte dem Täter einen 100-Euro-Schein in die Hand. Zufrieden mit der Beute, ergriff der Verdächtige die Flucht – nur einige Meter weiter nach Hause.

Wenige Minuten später läutete es dann auch schon an seiner Tür. In seinem Fall hatten "Besucher" aber sogar ein Geschenk dabei: Die Polizei legte ihm nämlich Handschellen an. Auch die Maske und das Messer wurden im Haus sichergestellt. Das Motiv des überführten Nachbarn: Er wollte sich einen Doppelliter Wein kaufen.

von Klaus Loibnegger und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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