Mo, 20. November 2017

Russischer Agent?

18.02.2011 15:00

Spionageprozess um Kampfhelikopter vertagt

Vier Tage lang ist nun schon in München gegen einen Bundesheersoldaten aus dem Land ob der Enns wegen Spionageverdachts verhandelt worden. Während der Unteroffizier bisher schwieg, wurde er von einem Zeugen belastet. Der Angeklagte habe ihn 1998 "für sehr viel Geld" um Material über den "Tiger" gebeten.

Der Kampfhubschrauber "Tiger" spielt neben dem Angeklagten die zweite Hauptrolle vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichtes München. Dem Flieger-Vizeleutnant (54) wird vorgeworfen, geheime Unterlagen über den Helikopter aus dem Rüstungskonzern Eurocopter an den russischen Geheimdienst verscherbelt zu haben. 10.500 Euro soll er dafür erhalten haben, mit denen er sich in Ebensee einen teuren Fuhrpark finanziert haben soll.

Recht viel Neues brachte die erste Verhandlungswoche in München nicht. Der Angeklagte, der im Vorfeld immer seine Unschuld beteuert hat, schweigt (vorerst) zu den Vorwürfen des Staatsanwaltes. Und nimmt auch zu den Aussagen eines Zeugen, der die Anklage untermauert, nicht Stellung. Der Versuchsingenieur des Hubschrauber-Herstellers Eurocopter sagte, dass für ihn "klar war, dass es sich um Spionage handelt". Angezeigt hat er den Spionageversuch jedoch nicht.

Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden