Sa, 18. November 2017

Es geht nicht mehr

16.02.2011 17:27

Bezirk Gmunden schon bald ohne Tierheim

Unerwünscht! Nicht gepasst! Entsorgt! Vor allem tierische Internet-Präsente haben in heimischen Tierheimen für eine arge Platznot gesorgt. Besonders schlimm dabei auch: Nach 20 Jahren schließt das einzige Tierheim des Bezirkes Gmunden seine Pforten. Seine Leiterin Maria Klinger sagt im Interview, warum sie zusperren will.

"Krone": Die per Internet gekauften Tiere bereiten Ihnen Sorgen?
Maria Klinger: Ja, diese Entwicklung ist ein Wahnsinn. Die holen sich da schnell irgendwelche Tiere, ohne sich vorher genau über sie zu informieren. Oft sind die Hunde auch krank, nicht geimpft oder nicht gechippt. Dann landen sie nach einiger Zeit wieder in einem Tierheim.

"Krone": Neben den vielen Hunden und Katzen beherbergen sie auch einige Exoten.
Klinger: Ja, wie haben eine exotische Wasserschlange da, die ein junger Bursch abgab. Doch jetzt ist sie krank. Oder einen Papagei, der meinen Mann schon ins Herz geschlossen hat.

"Krone": Jetzt wollen sie zusperren?
Klinger: Es wird uns zu viel. Wir hatten seit Jahren keinen einzigen freien Tag, oft läutet mehr als zehnmal am Tag das Telefon, weil ein Tier wo in Not ist oder gefunden wurde. Wir wollen die Tiere nicht in Stich lassen, aber das sollen jüngere Leute übernehmen.

"Krone": Dann ist der ganze Bezirk Gmunden ohne Heim.
Klinger: Landesrat Kepplinger hat schon alle Gemeinden deswegen angeschrieben. Ich bin mir sicher, dass die Leute Druck machen werden, damit ein Tierheim kommt.

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