Mi, 22. November 2017

Stahlbogen montiert

15.02.2011 18:57

Neuer Bahnhof erhält altes Glanzstück zurück

In 2.500 Einzelteile zerlegt ist die alte und denkmalgeschützte Stahlkonstruktion des Salzburger Bahnhofs nach Polen verfrachtet worden. Dort wurde alles renoviert. Am Dienstag wurde der erste der insgesamt sieben Stahlbögen wieder montiert. Zur historischen Überdachung auf 60 Metern Länge kommt nun ein neues, gläsernes Mittelstück.

Die sieben Stahlbögen, jeder knapp 30 Meter breit und sechs Tonnen schwer, werden derzeit wieder im Bereich des früheren Mittelbahnsteiges aufgerichtet. "Noch nicht in der grauen Original-Farbe, die wird erst aufgetragen", so ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die 102 Jahre alte Konstruktion war, ebenso wie der gesamte Mittelbahnsteig, samt Restaurant und Marmorsaal im September 2009 abgetragen worden. Während der historische Marmorsaal in der Remise von Bischofshofen darauf wartet, an einem anderen Platz - vermutlich in Glanegg - neu zu erstehen, war das Stahlgerippe in Kattowitz (Polen) komplett renoviert worden.

"Wie bei Lego-Spiel"
"Jetzt beginnt, ähnlich wie bei einem überdimensionalen Lego-Spiel, der Wiederaufbau", so Rene Zumtobel: Bis Mai soll das gesamte Stahlgewölbe wieder stehen. Ing. Thomas Wörndl, Projektleiter des gesamten Bahnhof-Umbaues: "Exakt am 6. November sollen dann wieder die Züge über die neuen Bahnsteige 1, 2 und 3 rollen. Dann setzen wir den Neubau auf der anderen Bahnhofs-Seite fort."

Der Denkmalschutz hatte ein genaues Auge auf die Renovierung gerichtet: "Wenn wir schon den Marmorsaal nicht an Ort und Stelle retten konnten, so haben wir uns doch sehr bemüht, möglichst viel vom originalen Flair wieder aufleben zu lassen", so Denkmalschutz-Chef Ronald Gobiet.

So werden in der Eingangshalle alte Salzburg-Motive auf Keramik wieder freigelegt und die Überdachung von Bahnsteigs 1 wird wieder so herausgeputzt, wie sie zur Zeit der Eröffnung im Jahr 1860 aussah. Die 60 Meter lange, historische Stahlkonstruktion wird übrigens von der 30 polnischen Arbeitern verlängert: durch ein 16 Meter langes, gläsernes Mittelstück.

Kronen Zeitung

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