Fr, 24. November 2017

„Dem Tod entronnen“

15.02.2011 17:45

Opfer kann nach Ziegelstein-Attacke wieder lächeln

Das Lächeln fällt ihm noch schwer – es grenzt jedoch an ein Wunder, dass er es überhaupt noch kann! Wie berichtet, schmiss ein 13-Jähriger im Mostviertel Ziegelsteine auf vier Jugendliche in einem Boot. Einer davon traf den 15-jährigen Jonas am Kopf, nur eine Not-OP rettete den Schüler. Im "Krone"-Gespräch schildert er die dramatischen Minuten nach dem Angriff am Fischteich.

"Ich wurde bewusstlos, kam aber wenig später wieder zu mir", schildert Jonas aus Aschbach-Markt die Ereignisse vor eineinhalb Wochen. Der Jugendliche versuchte sich nach dem Angriff nach Hause zu schleppen, als ihm sein Vater entgegenkam. Sofort ging es danach ins Spital in Amstetten. Dort wurde ein offener Schädelbasisbruch diagnostiziert. Durch das rasche Handeln der Ärzte wurde der Schüler gerettet. Nach längerem Krankenhaus-Aufenthalt konnte er jetzt in häusliche Pflege entlassen werden: "Ich bin froh, dass ich wieder zu Hause bin."

Täter kein unbeschriebenes Blatt
So glücklich auch Mutter Monika ist, ihren Sohn wieder bei sich zu haben, so sehr nimmt es sie mit, wenn sie an den 6. Februar denkt. "Der Täter war bereits in der Schule aufgefallen, ist kein unbeschriebenes Blatt", so die Frau. Der 13-Jährige gab bei der Polizei indes an, er habe sein Opfer durch die Steinwürfe nur anspritzen, nicht verletzen wollen. Immerhin entschuldigte er sich bei Jonas bereits für die Tat.

Rechtlich kann man den Buben nicht belangen: Das Jugendamt ist aber bereits eingeschaltet.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
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