So, 19. November 2017

120 Meter über Grund

15.02.2011 10:30

„Bergputzer“-Trupp macht Felshänge „frühlingsfit“

Hochspannung in den Steilhängen über der Stadt – am Mönchsberg schweben wieder die Bergputzer und räumen auf. Mit Motorsägen und Brechstangen ausgerüstet hängen sie bis zu 120 Meter über dem Boden. Die zehn Mann starke Truppe muss viel aushalten: Eiseskälte, Schnee, blaue Flecken gehören dazu.

Gerhard Berer hat am Montag seinen ersten Tag: Er ist gelernter Zimmerer und klettert gern. Die besten Voraussetzungen. Seine erste Aufgabe: Boden-Einsatz. Die Bergputzer müssen beim Republic den Verkehr anhalten. "Das wäre sonst viel zu gefährlich", erklärt Partieführer Martin Schierhuber. Größere Äste oder Felsbrocken könnten zuerst auf die Dächer und dann auf die Straße donnern.

"Sicherheit ist bei uns oberstes Gebot", betont Schierhuber gegenüber der "Krone". Eine Seilsicherung mit Stahlstück, Schutzbrillen, schnittsichere Hosen: Sie sind professionell ausgerüstet. Wenn die Bergputzer abfahren, schneiden sie eine vier Meter breite Schneise ins Gestrüpp. Nur das Kommando "Aushalten" bedeutet Pause. Schierhuber: "Dann muss unten der Verkehr durch."

Hannes Siller, seit drei Wochen im Team, nimmt sich für schwindelerregende Blicke zur Stadt hinunter keine Zeit: "Ich konzentriere mich voll auf die Arbeit." Mit dem gesamten Staudenschnitt könnten die Bergputzer jeden Winter die riesige Fläche von zwölf Fußballfeldern auslegen.

Kronen Zeitung

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