Mo, 20. November 2017

„Krone“-Besuch

11.02.2011 09:07

Feuerwehrmann: „Explosion war direkt neben mir“

Zwei Tage nach der Kohlenstaub-Explosion im Leube-Werk kann Feuerwehrmann Christian Hager (im Bild mit Schwester Mareike) schon wieder lachen: Der 20-Jährige erlitt Verbrennungen im Gesicht und an beiden Händen, als es direkt neben ihm zur Verpuffung kam. "Die Schmerzen sind erträglich", erzählt er beim "Krone"-Besuch am Krankenbett.

"Mein Dienst war schon vorbei", erinnert sich Hager zurück. Der 20-Jährige, der bei der Feuerwehr in Hallein seinen Zivildienst absolviert, war gerade am Heimweg, als um 16.17 Uhr sein Piepser losging: Brand im Leube-Werk! Sofort hetzte er zurück in die Zentrale und fuhr mit dem ersten Wagen zum Einsatz. "Ich habe den Atemschutz ausgeteilt, und dann im Werk die Schläuche verlegt", erzählt Christian Hager ganz ruhig.

Dankbar für neue, flammensichere Uniformen
Es war ein ganz normaler Einsatz – bis plötzlich eine Tür aufging und der erhitzte Kohlenstaub herausdrang. "Ich bin sechs, sieben Meter weg von dieser Tür gestanden. Aber die heiße Wolke hat auf einmal Sauerstoff bekommen und sich selbst entzündet, und zwar direkt neben mir", schildert der junge Feuerwehrmann. Und ist dankbar, "dass wir in Hallein die neuen, flammensicheren Uniformen haben. Sonst hätte das wirklich schlimm enden können."

Sicher keine bleibenden Schäden
Auch so waren die Verletzungen, die Hager durch die Verpuffung erlitt, noch arg genug. Er musste in die Dermatologie an der Salzburger Uni-Klinik eingeliefert werden. Dort versorgten die Mediziner seine Verbrennungen im Gesicht und an beiden Händen, die noch einige Tage von dicken Verbänden geschützt werden.

Hager: "Die Schmerzen sind zum Glück erträglich. Aber ich spüre dauernd ein Brennen auf der Haut, wo die Verletzungen sind." Die Ärzte konnten schon Entwarnung geben: Christian Hager trägt nach dem Unglück sicher keine bleibenden Schäden davon.

von Markus Tschepp und Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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