Do, 23. November 2017

Geheimaktion

10.02.2011 08:46

Großrazzia in der Salzburger Justizanstalt

Mehr als 30 Einsatzkräfte haben am Mittwoch das ans Landesgericht Salzburg angrenzende Gefängnis bis in den letzten Winkel durchsucht. Anstalts-Leiter Oberst Dietmar Knebel zur "Krone": "Eine routinemäßige Großkontrolle, die schon seit Langem geplant war." Seit Langem geplant und streng geheim gehalten. Selbst Anwälte staunten, als sie durch einen am Besuchereingang aufgeklebten Zettel erfuhren: "Am 09.02.2011 ist kein Parteienverkehr (Besuch etc.) möglich. Danke für ihr Verständnis."

Offenbar sollte verhindert werden, dass Häftlinge vor der Geheimaktion  – von wem auch immer – gewarnt werden und illegale Gegenstände (Handys, Drogen, Waffen etc.) verschwinden lassen können.

"Verstecken kann man ja überall etwas"
Die "Krone" fragte nach. Oberst Dietmar Knebel: "Seit dem frühen Morgen durchsuchen über 30 Beamte, vor allem aus anderen Justizanstalten, nicht nur jede Zelle, sondern den ganzen Gebäudekomplex. Die Küche, die Werkstätten, alle Betriebsräume. Verstecken kann man ja überall etwas."

Einen Zusammenhang mit illegal geschossenen Fotos des derzeit prominentesten Häftlings Ivo Sanader, Ex-Ministerpräsident von Kroatien, die zuletzt in kroatischen Zeitungen abgedruckt wurden, stellt Knebel in Abrede: "Der Termin stand fest, da wussten wir noch gar nicht, dass Sanader einmal zu uns kommt."

Und das Ergebnis nach sechs Stunden Razzia? "Sehr gut. Natürlich haben wir was gefunden. Was genau, kann ich Ihnen nicht sagen. Nur so viel: Es war nichts Bedenkliches dabei", so Oberst Knebel zur "Krone".

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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