Do, 23. November 2017

Doch „nicht gültig“

10.02.2011 13:22

Vatikan lehnt iPhone-App für Beichte ab

Das war wohl nichts - eine neue App für iPhone, iPad und iPod für die virtuelle Beichte hat zwar den Segen eines Bischofs bekommen, doch nun hat sich der Vatikan zu Wort gemeldet. Und der lässt seinen Schäfchen ausrichten, dass Beichten via iPhone-Applikation nicht gültig sind. Die moderne Technologie könne das reale Leben nicht ersetzen, hieß es in Rom.

"Confession: A Roman Catholic App", also "Beichte: Eine römisch-katholische App", lautet der treffende Name des offiziell verschmähten digitalen Helfers gegen das schlechte Gewissen Gläubiger. Für 1,99 Dollar (etwa 1,46 Euro) ist sie in Apples App Store erhältlich.

Die drei Entwickler von Little iApps aus Indianapolis in den USA sehen darin keinen Ersatz zur herkömmlichen Beichte, sondern eine Ergänzung für reuige Sünder. Mehrere Priester hätten an der Erstellung mitgearbeitet, so die Macher. Immerhin einen Fan konnten sie damit schon gewinnen: US-Bischof Kevin Rhodes hat der App den Segen erteilt - allerdings ganz offensichtlich ohne Wissen und Zustimmung des Vatikans.

Beichten und Sühne via App
Mit Passwortschutz ausgerüstet können Sünder der App ihre Verfehlungen bekannt geben. Sie geben Alter, Geschlecht und Beruf an sowie die Zeit, die seit ihrer letzten Beichte verstrichen ist. Danach werden die zehn Gebote aufgezählt, jedes enthält genaue Beschreibungen, woran sich der Gläubige halten sollte. So wird das erste Gebot in Anweisungen wie jeden Tag zu beten, Gott mit ganzem Herzen zu lieben, okkulte Praktiken zu unterlassen und vielem mehr unterteilt. Nicht eingehaltene Empfehlungen können markiert werden, sodass sich ein umfangreiches Bild der "Sünden" ergibt.

Aufgrund der Daten startet die digitale Beichte, in der die Verfehlungen zusammengefasst werden. Die Software entscheidet anschließend, welche Buße der Nutzer zu tun hat, er hat dabei die Wahl zwischen sieben Gebeten.

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