Di, 17. Oktober 2017

Unruhen in Afrika

07.02.2011 17:15

Schnee statt Palmen – Urlaub in Heimat ist angesagt

Der Februar ist mit den Semesterferien seit Jahren der wichtigste Monat für den Wintertourismus. Doch heuer könnte ein Rekord fallen: Die Stornoflut wegen der Unruhen in den Ferienländern Ägypten und Tunesien wird für einen Riesenansturm auf die Pisten im Land ob der Enns sorgen.

Weil auch der Wettergott mitspielt: Neben herrlichem Sonnenschein soll in den kommenden Wochen auch noch ausreichend weiße Pracht für Skifans zum Carven über die heimischen Hänge vorhanden sein. In Zeiten der Ölkrise in den Siebzigerjahren wurden die Energieferien eingeführt. Damit die Schulen nicht heizen mussten und so Energie gespart werden konnte. Im Laufe der Zeit bescherten die drei Ferienwochen der heimischen Wirtschaft gewaltige Umsätze.

Mittlerweile gilt der Februar sogar als "August des Winters". Durch die aktuellen Ereignisse in den sonst klassischen Winterdestinationen am Nil und in der Wüste buchten Urlaubshungrige um und dürften heuer für einen neuen Rekordumsatz in den Wintersportregionen sorgen.

"Wenn sich Kunden für keine Alternativländer entscheiden, dann fahren sie in die Skigebiete", meint auch Gunter Hamader, Regionalleiter von Kuoni. Schon bisher sehr zufrieden mit dem Wintergeschäft ist Michaela Motschmann von der Pension "Bäcker Ferdl" in Hinterstoder. Die Traumkulisse vom furiosen Weltcupwochenende hat auch Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl euphorisch gemacht: "Diese herrlichen Bilder gingen um die ganze Welt. Das war eine tolle Werbung für die Region." Neben diesem zusätzlichen Anreiz kann es aber auch – so Sigl – Kurzentschlossene geben, die statt in den Süden jetzt ihre Ferien in den heimischen Regionen verbringen werden.

Auch Wetter spielt mit
Bei all diesen wirtschaftlichen Überlegungen spielt natürlich das Ferienwetter eine wichtige Rolle. Und da sieht es in den kommenden Tagen sehr erfreulich aus: Laut Alexander Ohms von der ZAMG wird uns das frühlingshafte Wetter mit zweistelligen Plusgraden bis Donnerstag treu bleiben, dann müssen wir mit einer Wetterumstellung rechnen. Es wird kälter, vor allem in den Bergen kehrt der Winter wieder zurück. Dort soll Neuschnee von bis zu 20 Zentimetern für einen Nachschub auf den Pisten sorgen.

von Johannes Nöbauer und Simone Waldl, "OÖ Krone"

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