Mo, 20. November 2017

Viele wegen Psyche

07.02.2011 16:08

400 Pensionisten im Land sind unter 25 Jahre alt

Mehr als 400 Oberösterreicher unter 25 Jahren bekommen bereits eine Frühpension. Zum Teil als Folge einer Behinderung nach einem Unfall, die meisten sind allerdings psychisch so angeschlagen, dass sie nicht einer Arbeit nachgehen können. Echte Frühpensionisten sind deutlich in der Überzahl. Landesweit gibt es 63.200.

Ein 22-jähriger gebürtiger Türke in Frühpension wie jetzt in Schwertberg, oder der mutmaßliche Babymörder (25) von Bregenz – wie kann es so etwas geben? Johannes Pundy, Pressesprecher der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) in Wien, erklärt: "Bundesweit gibt es etwa 3.000 Unter-30-Jährige, die in Frühpension sind, 2.500 davon sind unter 25 Jahre alt. Die häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen, es gibt aber auch viele junge Männer, die nach Sport- oder Autounfällen eine Rente bekommen."

Jährlich gibt es 60.000 bis 70.000 Anträge, 25.000 werden bewilligt. Dabei spielt die Staatsbürgerschaft keine Rolle, es zählt ausschließlich, ob der Betreffende fünf Beitragsjahre zusammenbringt. Bekommt der Antragssteller den Zuschlag, so kann die Frühpension auf zwei Jahre befristet werden.

Leben mit 1.000 Euro
Schafft es der junge Rentner trotz Reha und Umschulung nicht mehr zurück in die Arbeitswelt, so wird die Pension entweder nochmals befristet oder gleich dauernd gewährt. Laut PVA-Sprecher Pundy kommt übrigens der durchschnittliche Frühpensionist in Oberösterreich derzeit durchschnittlich auf 1.013,02 Euro im Monat, egal wie alt er ist.

Kronen Zeitung

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