Mo, 20. November 2017

Bahnhof, Garage etc.

04.02.2011 18:09

Wo Frauen in Salzburg im Dunkeln oft Angst haben

Im Lehener Park, beim Bahnhof, in den Tiefgaragen und in Unterführungen haben Frauen in Salzburg in der Dunkelheit oft Angst. Das ergab eine Untersuchung. Die Stadt will nun Abhilfe schaffen. So sind schon kleine Maßnahmen wie eine bessere Beleuchtung und das Rückschneiden hoher Büsche sehr wirkungsvoll.

Es ist dunkel, weit und breit ist niemand zu sehen, aber ist da nicht doch ein Schatten um die Ecke, folgt mir jemand? Diese Gedanken gehen vielen Mädchen und Frauen in Salzburg durch den Kopf, wenn sie abends oder früh morgens, wenn es noch dunkel ist, alleine unterwegs sind.

Frauen kundenschaften beängstigende Orte aus
Im Rahmen des Projekts "Angsträume erkunden" begaben sich 18 Frauen im Alter zwischen 17 und 84 Jahren auf Spurensuche. Sie konnten schließlich den Lehener Park, verschiedene Tiefgaragen und Fußgängerunterführungen sowie die Getreidegasse als jene Orte nennen, an denen sie in der Dunkelheit ein Gefühl der Unsicherheit beschleicht.

Auch Schülerinnen im Alter von zwölf bis 15 Jahren wurden in das Projekt eingebunden. Die Mädchen fanden ebenfalls den Lehener Park, den Bahnhof, die Lokalmeile am Rudolfskai, die Kendlersiedlung, die Bessarabierstraße und den Donnenbergpark in den Nachtstunden beängstigend.

"Sicherheitsgefühl steigern"
"Wir nehmen uns diese Erkenntnisse zu Herzen und werden das subjektive Sicherheitsgefühl der Frauen und Mädchen durch diverse Maßnahmen steigern", kündigte Bürgermeister Heinz Schaden an.

An einer Stelle gab es bereits eine konkrete Umsetzung: Im Lehener Park wurden 18 von 24 Lampen mit helleren Leuchten ausgestattet. "Zusätzlich sollen auch noch sehr hohe Büsche zurückgeschnitten werden. Eine Bodenbeleuchtung wäre ebenso wünschenswert", erklärt Teresa Lugstein vom Büro für Mädchenförderung des Landes.

Alarmgerät mitnehmen!
Die städtische Frauenbüro-Leiterin Dagmar Stranzinger rät, in der Dunkelheit ein Notrufpfeiferl oder ein Alarmgerät mitzunehmen. "Mit beiden kann man im Notfall Lärm erzeugen und auf sich aufmerksam machen." Auch der Besuch eines Selbstverteidigungskurses kann nicht schaden.

Unter der Telefonnummer 0662/8072-2046 kann jede Frau persönliche Angsträume angeben. Mitarbeiter des Frauenbüros werden diese Plätze dann besuchen und Vorschläge für Verbesserungen machen.

Kronen Zeitung

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