Sa, 16. Dezember 2017

Gemeine Betrüger

04.02.2011 17:26

Firma "Hapsburg" zieht Opfern Geld aus der Tasche

Ein eingeschriebener Brief mit Goldschrift und Lederetui: Äußerst seriös mutet eine neue Masche an, mit der Betrüger an das Geld der Opfer kommen wollen. Die Scheinfirma "Hapsburg" verspricht gegen eine "kleine Gebühr" eine Gratis-Kreditkarte mit 10.000 Euro. "Davon stimmt aber gar nichts", warnt die Arbeiterkammer.

Nicht schlecht staunte eine Frau aus Baden, als sie unlängst einen höchst edlen Brief erhielt. Sie habe eine "Gratis-Kreditkarte" mit 10.000 Euro Guthaben gewonnen. Gegen eine Gebühr von 20 Euro werde sie das gute Stück erhalten, schreibt die Firma "Hapsburg Card Services".

Dreister Schwindel
Was sich so verlockend anhört, entpuppt sich aber bei genauer Betrachtung als riesengroßer Schwindel. Die Pseudo-Monarchen verschicken ihre Briefe aus China, die Gebühr für den vermeintlichen Gewinn soll nach Kanada überwiesen werden – offenbar ist die Bande weltweit aktiv.

Für die Arbeiterkammer ist der Fall klar. "Das ist versuchter Anzahlungsbetrug. Hat man erst einmal die geforderte Summe überwiesen, bekommen die Opfer gar nichts. Die Täter stecken das Geld ein und verschicken ihre Gewinn-Schreiben weiter", erklärt Konsumentenschützerin Christa Hörmann.

"Briefe in Mistkübel werfen!"
Die AK rät: "Diese Briefe am besten in den Mistkübel werfen, auch wenn sie professionell gestaltet sind und eingeschrieben verschickt werden." Denn die Strafverfolgung der Betrüger ist enorm schwierig, da sich das Netzwerk der Bande weit erstreckt.

Besonders dreist: Die "Hapsburger" fügen den Schreiben das Logo einer echten Kreditkarten-Firma bei – die davon nichts weiß und deren Name damit missbraucht wird.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
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