Di, 21. November 2017

Plus 13,5 Prozent

03.02.2011 10:10

Zahl der Klienten im Kinderschutz-Zentrum steigt

13,5 Prozent mehr Klienten, 23,5 Prozent mehr Beratungsstunden, 20 Prozent mehr Prozessbegleitungen - Das ist die Bilanz des Kinderschutz-Zentrums Salzburg für das Jahr 2010. Die Einrichtung hilft minderjährigen Missbrauchs- und Gewaltopfern sowie Kindern, Jugendlichen und deren Familien in schweren Krisensituationen. Im abgelaufenen Jahr wurden so viele Leistungen erbracht wie noch nie zuvor in der 23-jährigen Geschichte des Zentrums, hieß es am Donnerstag.

10.860 Fachstunden wurden von Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen geleistet. 1.220 Klienten wurden betreut, 920 davon ambulant im Kinderschutzzentrum. Die Steigerung beträgt 13,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Mit 23,5 Prozent fiel das Plus bei der Anzahl der geleisteten Beratungsstunden noch größer aus. Auch bei der psychosozialen und juridischen Prozessbegleitung für minderjährige Missbrauchs- und Gewaltopfer gab es eine 20-prozentige Steigerung: 60 Fälle wurden betreut, bei ca. 50 Fällen ging es um sexuellen Missbrauch.

"Thema Kindesmissbrauch deutlich enttabuisiert"
"Durch die umfangreiche und meist seriöse Medienberichterstattung über diverse Missbrauchsfälle ist das Thema Kindesmissbrauch deutlich enttabuisiert worden. Die Hemmschwelle für die Opfer, sich bei uns zu melden und sich helfen zu lassen, ist gesunken", meinte der Geschäftsführer des Kinderschutz-Zentrums, Peter Trattner.

Mit rascher und kompetenter Hilfe könnten die Opfer geschützt und die Traumatisierungen nach einem Missbrauch aufgearbeitet werden, sagte Teamleiterin Sabrina Galler. Ohne Unterstützung würden die Opfer oft Jahre oder Jahrzehnte unter den Folgen des Missbrauchs leiden.

Neue Zweigstelle soll Versorgung verbessern
Für 2011 werden weitere Steigerungen erwartet. Um die Versorgung außerhalb der Landeshauptstadt zu verbessern, wird die bestehende Zweigstelle in Zell am See ausgebaut. Künftig werden an drei Wochentagen Beratungen und Therapien angeboten, bisher war aus Budgetgründen nur an einem Tag pro Woche geöffnet. Finanziert wird das Projekt vorerst durch Spenden.

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