Mo, 20. November 2017

Streit um Provision

29.01.2011 16:56

Tierschutzheim in Vösendorf lehnt Erbschaft ab

Eine Groteske rund um das von Finanznöten geplagte Wiener Tierschutzheim in Vösendorf (Bezirk Mödling) ist nun bekannt geworden. Obwohl die Betriebsgesellschaft immer wieder über finanzielle Probleme klagt und Hunderte Hunde und Katzen auf einen Heimplatz warten, lehnten die Verantwortlichen nun eine Erbschaft von 48.000 Euro ab.

Was könnte man um dieses Geld nicht alles machen? Futter kaufen, Spielzeug für die Vierbeiner anschaffen oder einfach nur das Heim sanieren. Denn seit Jahren gibt es dort Probleme. Teils bröckelt der Verputz von den Wänden, und erst im Sommer musste, wie berichtet, akuter Schimmel-Alarm ausgelöst werden. Damals wurde eine Mischung aus Teer und Schlamm ins Gebäude gedrückt.

Dennoch wollen die Verantwortlichen die Erbschaft einer wohlhabenden Wienerin nicht antreten. Grund: Die Verlassenschaft wurde von einem renommierten Genealogenbüro entdeckt, das eine Provision will. Schließlich wurde in diversen Ländern recherchiert, es fielen massive Kosten an.

Der Anwalt der Erben-Ermittlungskanzlei, Dr. Norbert Nowak: „Ohne den Einsatz meiner Mandanten hätte das Tierschutzheim von dem Testament überhaupt nichts gewusst und daher auch keinen Cent bekommen. Das hat auch ein Gerichtsurteil so bestätigt!“

Die Verantwortlichen stellen sich dennoch stur. Geschäftsführerin Elisabeth Thomas: „Wir sehen darin eine rechtlich noch offene Materie, die von den Menschenrechtsinstanzen zu entscheiden ist.“ Den Tieren hilft das freilich wenig.

von Gregor Brandl, Kronen Zeitung

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