Sa, 16. Dezember 2017

Tat ohne Folgen?

28.01.2011 08:49

Opfer von brutaler Prügelei: "Leben wurde zerstört!"

Nachdem ein Quartett aus Bischofshofen einen Lehrling ins Koma geprügelt haben soll (siehe Infobox), bleibt der 19-Jährige auf einem Auge blind. Er erlitt bei der Attacke einen 16-fachen Schädelbruch. Die Polizei forschte die mutmaßlichen Täter aus, das Gericht ließ sie laufen. Das Opfer: "Mein Leben wurde zerstört. Und es gibt für niemand Konsequenzen?"

Neun Tage kompletter Filmriss. Erst dann wachte Andreas M. im Spital wieder auf. Am 18. September 2010 war er vor einer Disco in St. Johann halb tot geprügelt worden: "Ich habe zuerst geglaubt, es war ein Autounfall, ich konnte mich an nichts erinnern."

Autofahren ist nicht mehr möglich
Ob der Bursch jemals wieder als Kochlehrling arbeiten kann – das ist ungewiss. Zwei Monate erst hatte er seinen Führerschein und seinen Wagen – er kann ihn nicht mehr lenken, weil er am rechten Auge erblindete.

"Als Opfer", so der Bursch, "bleibst du im Dunkeln und wirst komplett alleine gelassen." Die vier Türken, die nach Zeugenaussagen die Täter sein sollen, spazieren frei herum: "Seit ich das weiß, habe ich Todesangst", sagt das Prügelopfer.

"Bankrotterklärung des Rechtsstaates"
Für die Ärzte "ein klarer Mordversuch". Die Polizei: "Wir kennen die Täter." Doch das Gericht erhob nicht einmal Anklage. Andreas Familie ist entsetzt: "Für uns eine Bankrotterklärung des Rechtsstaates."

Kronen Zeitung und salzburg.krone.at

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