Sa, 16. Dezember 2017

Stadt im Chaos

24.01.2011 18:59

Stadt Salzburg und der Flachgau waren weißes 'Epizentrum'

Weiß, weiß, weiß! Für die einen Tabu-Farbe, für die anderen Winter-Glück. Die Landeshauptstadt versank Montag früh im Schnee. Alle Einfahrtsstraßen waren verstopft, Räumdienste kämpften gegen blankes Eis. In Eugendorf machten Bundesheer-Helikopter gar Zwangspause und im Gebirge trotzten Skifahrer der schlechten Sicht.

Einige wenige Exoten kämpften auf ihrem Fahrrad, Mütter mühten sich mit ihren Kinderwägen ab - Winter-Chaos in der Stadt. Und viele Pendler blieben Montag früh bereits auf den Einfahrtsstraßen stecken. Kein Weiterkommen gab es wieder einmal auch auf der Mattseer Landesstraße, ab Obertrum standen die Pendler in Richtung Landeshauptstadt auf teilweise spiegelglatter und schneeverwehter Fahrbahn schon ab 6.30 Uhr.

Entspannung erst gegen 10 Uhr vormittags
Auch die theoretische Ausweichroute über Seekirchen und Eugendorf zur Autobahn war an diesem Montagmorgen keine Alternative. Wer es bis auf die A1 schaffte, stand dort wegen etlicher Auffahrunfälle mehr als er fuhr. Zwischen Thalgau und Salzburg Nord musste man mit bis zu einer Stunde Wartezeit rechnen. Entspannung trat erst gegen 10 Uhr vormittags ein.

Und die Räumdienste kämpften in unermüdlichem Dauereinsatz gegen die Schneemassen und das blanke Eis. Vom städtischen Bauhof waren in der Nacht zum Montag allein 42 Schneepflugfahrer im Einsatz: "Wir haben um 1.30 Uhr alle alarmiert", zog Michael Wanner bereits Bilanz. Ein Bus blieb in der Minnesheim Straße zum Glück nur kurz hängen.

Bundesheer-Helis schneebedingt gelandet
"Streuen nützt im Moment gar nichts, weil es immer wieder drauf schneit", berichtete Hans Huber von der gleichnamigen Firma, die an die 300 Wohnanlagen sowie Parkplätze freischaufelt. Auch die Pannenfahrer des ÖAMTC hatten keine Zeit für eine Pause. Beim Stützpunkt in Eugendorf mussten sogar fünf Bundesheer-Hubschrauber schneebedingt landen. Sie waren auf dem Weg von Langenlebarn nach Salzburg und wurden mit Tee gut versorgt.

Entwarnung kann Wetterexperte Josef Haslhofer noch nicht geben: "Der Schneefall hält noch an." In der Stadt sollten alleine in der Nacht auf Mittwoch noch einmal 20 Zentimeter Neuschnee dazukommen. Und: "Der Schnee bleibt auch nächste Woche liegen", prognostiziert Haslhofer. Der Winter reiht sich damit in eine Saison mit langer geschlossener Schneedecke ein. 2005/06 lag an 100 Tagen in der Stadt Schnee. Haslhofer: "Heuer haben wir schon die Hälfte erreicht."

Kronen Zeitung

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