Mo, 20. November 2017

Fette Beute gemacht

25.01.2011 10:49

Juweliergeschäft in Salzburg von zwei Räubern überfallen

Das Juweliergeschäft Karner am Herbert-von-Karajan-Platz in der Stadt Salzburg ist Montagmittag zum Schauplatz eines Raubüberfalls geworden. Die beiden Täter bedrohten die Verkäufer mit Pistolen, zerbrachen die Scheiben mehrerer Vitrinen und rafften Uhren der Marken "Jaeger LeCoultre", "Audemars Piguet", "Zenith", "Parmigiani", "Graham" sowie exklusiven Schmuck zusammen. Anschließend sperrten die Unbekannten die beiden Opfer in ein Hinterzimmer des Ladens und ergriffen die Flucht.

Gegen 13 Uhr schrillte der Alarm bei der Polizei, mehrere Streifenwagen eilten mit Blaulicht umgehend zum Herbert-von-Karajan-Platz in der Innenstadt. Von dort aus versuchten die Beamten die flüchtenden Räuber dann zu Fuß zu fassen. "Zuerst rannten sie in die Kollegienkirche, dann zum Alten Markt", so ein Zeuge. Die Mühe war aber umsonst, die Juwelen-Räuber entkamen vermutlich über den Makartsteg.

Scheinheiliger "Beginn" des Überfalls
Nur wenige Minuten zuvor waren die zwei Männer – sie trugen eine Jeans-Hose sowie eine blaue Daunenjacke – in die Filiale am Herbert-von-Karajan-Platz gegangen. Scheinheilig fragten sie in gebrochenem Deutsch nach Uhren, um gleich darauf ihr wahres Gesicht zu zeigen. Einer der beiden Männer bedrohte die beiden Angestellten hinter dem Verkaufspult mit einer Pistole, repetierte sogar.

Mit Gewalt zerrte der gut 1,80 Meter große Mann mit kurzen Haaren die Frauen dann in einen Nebenraum. Derweil zertrümmerte sein Komplize - von etwas kleinerer Statur und mit gelocktem Haar - die Vitrinen und packte Uhren sowie Schmuckstücke ein. Danach flüchteten die beiden Täter zu Fuß durch die Innenstadt. "Die Verkäuferinnen sind geschockt, aber unverletzt", berichtete Chef-Ermittler Major Gerhard Waltl der "Krone".

Juweliergeschäft nicht zum ersten Mal überfallen
Es war übrigens nicht der erste Überfall auf die Karner-Filiale: Bereits im Februar 2010 raste ein Räuber-Paar mit einem präparierten Fahrzeug samt Holz-Rammbock in das Geschäft. Die beiden Täter konnten damals aber 20 Minuten später in Maxglan gefasst werden.

Juwelier Heinrich Karner erfuhr vom Überfall in der U-Haft - er sitzt derzeit wegen Betrugsverdachts (es gilt die Unschuldsvermutung) im Zusammenhang mit dem Verkauf von Autos der Premium-Klasse im Gefängnis. In November wurde zudem ein Sanierungsverfahren über die "Karner & Grossegger Automobil GmbH" in Vösendorf (NÖ) mit Passiva in Höhe von 20 Millionen Euro eröffnet.

Die Salzburger Polizei bittet auch aufgrund der Aufnahmen aus der Überwachungskamera um zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

von Max Grill (Kronen Zeitung) und salzburg.krone.at

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