Di, 21. November 2017

Überfalls-Training

21.01.2011 17:49

Bankangestellte bekommen „Obama“-Schulung

"Yes, I can!" Selbstsicher sprintet "Obama" von einem Raubüberfall zum nächsten, hat bei seinen zumindest sechs Coups im Innviertel in den vergangenen zwei Jahren mehr als 80.000 Euro eingesackt. Um den Serientäter zu erwischen, bekommen Bankangestellte, die in seinem Revier arbeiten, jetzt eine "Obama"-Schulung!

Diese Ausbildung geht über das normale Überfalls-Training hinaus. Es geht darum, auf diesen Täter richtig zu reagieren – nach Unbekannten Ausschau zu halten, die sich kurz vor Kassaschluss der Bank nähern und beim Coup auf Eigenheiten zu achten, die das Phantom trotz Maskierung überführen können.

"Er ist sicher aus der Umgebung, das hat sich erst jetzt wieder in Handenberg gezeigt, als er im typischen Innviertler Dialekt sprach", sagt Sicherheitsdirektor Aloiß Lißl. Außerdem muss der Räuber eine perfekte Ortskenntnis haben, lässt sich immer wieder vom Kobernaußerwald und Weilhartsforst verschlucken. Die Ermittler gehen davon aus, dass "Obama" für den Coup am Donnerstag in Handenberg gewartet hatte, bis die Fahrbahnen vom verräterischen Schnee befreit sind.

Bei seinen sechs Coups seit November 2008 hatte der Räuber erst einmal Pech, war vor einem Jahr in Kirchheim vor verschlossener Tür gestanden. Die Raiba hatte wegen der Überfallsgefahr die Sperrstunde vorverlegt – das wusste "Obama" nicht! Wie lange der Serientäter mit den nun in Handenberg geraubten 10.000 Euro auskommt, wird sich zeigen. Seine vorletzte Beute – 15.000 Euro in St. Johann am Walde – hatte zehn Monate gereicht.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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