Sa, 18. November 2017

In den roten Zahlen

21.01.2011 10:41

Sinkende Preise und EU-Strafe: Verluste bei LG Display

Eine hohe Kartellstrafe der EU und sinkende Preise haben den Flachbildschirm-Hersteller LG Display in die roten Zahlen gedrückt. Für das Schlussquartal 2010 gab der südkoreanische Konzern am Freitag einen operativen Verlust von knapp 387 Milliarden Won (256 Millionen Euro) bekannt. Es ist der erste Verlust seit eineinhalb Jahren.

Wegen Preisabsprachen mit Konkurrenten hatten die europäischen Wettbewerbshüter im Dezember eine Strafe von 215 Millionen Euro gegen LG Display verhängt. Außerdem leidet das Unternehmen unter einem schwachen Absatzwachstum bei PC und Flachbildschirm-Fernsehern. Diese Entwicklung brachte die Bildschirm-Preise unter Druck.

Für das erste Vierteljahr 2011 sagte LG Display einen Absatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorquartal voraus. Analysten zufolge ist die Nachfrage nach TV-Geräten insbesondere in China und den USA schwächer als erwartet.

Tablets und Smartphones sollen helfen
Experten rechnen allerdings mit einer allmählichen Erholung des Flachbildschirm-Marktes ab dem Frühjahr. Neue Impulse sollen insbesondere Tablet-Computer und Smartphones bringen, in denen die LCD-Bildschirme ebenfalls eingesetzt werden. Der südkoreanische Konzern, der vor allem mit dem größeren Rivalen Samsung Electronics konkurriert, liefert auch Bildschirme für die Apple-Verkaufsrenner iPhone und iPad. LG Display kündigte Investitionen von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro an, um seine Produktionskapazitäten hochzufahren.

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