Fr, 15. Dezember 2017

Android soll helfen

20.01.2011 14:31

Veraltete Handys bremsen Sony Ericsson aus

Dem Handy-Hersteller Sony Ericsson macht der Erfolg von Apples iPhone schwer zu schaffen. Das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen kann derzeit die Konsumenten nur mit kräftigen Preisnachlässen zum Kauf seiner vielfach veralteten Telefone bewegen und verdiente deshalb im vergangenen Vierteljahr weniger als halb so viel wie von Branchenexperten erwartet.

Der Konzern räumte am Donnerstag ein, dass seine Modellpalette derzeit veraltet ist - die Wende sollen nun neue Smartphones mit der Google-Software Android bringen. "Wir erwarten ein besseres Jahr als das vergangene", sagte Sony Ericsson-Chef Bert Nordberg im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Analysten monierten, Sony Ericsson müsse seine Modellpalette dringend aufmöbeln - vor allem auf dem boomenden Markt für höherpreisige Smartphones, wo Sony Ericsson derzeit gegenüber der Konkurrenz an Boden verliert. Die Ericsson-Bilanz steht deshalb in krassem Kontrast zu den Apple-Zahlen von Anfang der Woche: Die Kalifornier übertrumpften dank des Erfolgs mit dem iPhone mal wieder alle Erwartungen. Auch mit den koreanischen Rivalen Samsung Electronics und LG Electronics kann Sony Ericsson derzeit nicht mithalten.

Handys für Android und Microsoft sollen helfen
Nordberg kündigte deshalb an, in diesem Jahr mehr unterschiedliche Android-Apparate des Typs "Xperia" auf den Markt zu bringen. Bisher nutzte Sony Ericsson auch Software von Microsoft für seine Handys. Dies soll sich nicht ändern. "Wir haben keine Verbindungen zu Microsoft gekappt", sagte Nordberg. Auf dem gesamten Handymarkt erwartet der Konzern in diesem Jahr jedoch nur ein bescheidenes Wachstum.

Letztes Quartal 2010 deutlich schlechter als erwartet
Im vierten Quartal verbuchte Sony Ericsson einen Vorsteuergewinn von 35 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,53 Milliarden Euro. Damit liefen die Geschäfte deutlich schlechter als von Börsianern erwartet: Diese hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 79,7 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,82 Milliarden Euro gerechnet. Der Konzern verkaufte insgesamt 11,2 Millionen Handys. Das waren zwar etwas mehr als im Vorquartal, aber fast ein Viertel weniger als Ende 2009. Gleichzeitig musste Sony Ericsson den durchschnittlichen Verkaufspreis innerhalb von drei Monaten um zwölf Prozent auf 136 Euro senken.

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