Fr, 17. November 2017

Wilde Szenen

18.01.2011 14:20

Huub Stevens und sein Assistent geraten aneinander

Bei Red Bull Salzburg ist es schon vor der Winterpause nicht hundertprozentig nach Wunsch gelaufen, doch nun scheint sich die Situation sogar noch weiter zu verschärfen. Beim Trainingslager in der Türkei sind sich Trainer Huub Stevens und sein Assistent Eddy Achterberg in der Kabine in die Haare geraten. Angeblich gab es sogar eine Schlägerei zwischen den beiden Niederländern.

Stevens wollte den Grund nicht nennen. Schon zuvor gab es auf dem Platz Meinungsverschiedenheiten zwischen Stevens und Achterberg. Der Streit wurde in der Kabine fortgesetzt. Die massiven internen Differenzen, ob es nun zu Handgreiflichkeiten kam oder nicht, führten jedenfalls dazu, dass Achterberg das Trainingslager räumen und noch in der Nacht auf Dienstag die Heimreise nach Salzburg antreten musste.

Dass auch Blut geflossen sein soll, wurde von Klub und Trainer dementiert: "Es hat überhaupt nichts dergleichen gegeben!" Achterberg wollte keinen Kommentar abgeben, der 63-Jährige erklärte nur: "Wir sind Freunde, in guten und in schlechten Tagen." Dass die Vorfälle zu einem Ende der Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer führen könnten, wies Stevens von sich. "Wir werden in Salzburg wie vorher wieder ganz normal zusammen arbeiten", betonte er.

Stellungnahme der Salzburger
Auf der Website der Bullen gibt es zu dem Vorfall folgende Bemerkung: "Von einer Schlägerei in der Kabine kann keinerlei Rede sein. Klärende Gespräche mit den betroffenen Trainern und der sportlichen Leitung erfolgen unmittelbar nach Rückkehr aus der Türkei." Auch Stevens selbst wird zitiert: "Das war eine Meinungsverschiedenheit, wo es etwas lauter geworden ist. Das kommt immer wieder vor. Eddy hat außerdem genügend andere Sachen für uns zu erledigen."

Wenigstens sportlich klappt's
Wenn es schon mit den Mitarbeitern nicht klappt, gibt es zumindest auf sportlicher Ebene einen Erfolg. Die Salzburger setzten sich am Montag dank eines Doppelpacks des Brasilianers Alan (10., 21.) sowie eines Kopfball-Treffers von Roman Wallner (87.) gegen das Schweizer Tabellenschlusslicht Grasshoppers Zürich souverän mit 3:0 durch.

Salzburgs Neuzugänge Laszlo Bodnar und Douglas kamen jeweils von Beginn an zum Einsatz. Der brasilianische Innenverteidiger Douglas klagte nach Spielende allerdings über leichte Achillessehnenprobleme. Das Tor hütete der Deutsche Gerhard Tremmel. Zum Match sagte Stevens: "Es waren mehr Dinge, die positiv waren. "Wir haben viele gute Angriffe gehabt, nur der letzte Pass hat manchmal gefehlt."

Die Salzburger haben ihre Zelte bis Freitag an der türkischen Riviera aufgeschlagen. Ins Bundesliga-Frühjahr startet der Titelverteidiger am 13. Februar mit einem Gastspiel bei Aufsteiger Wacker Innsbruck.

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