Mo, 18. Dezember 2017

Sperrservice nötig

18.01.2011 12:23

AK warnt: Mobiles Websurfen kann sehr teuer werden

Mobiles Surfen im Internet kann sehr teuer werden, warnt zum wiederholten Male die Arbeiterkammer (AK). Denn geht der Verbrauch über die monatliche Datenpauschale hinaus, steigen die Kosten deutlich an. Die Konsumentenschützer fordern daher klare Tarifinformationen und ein Sperrservice ab einem individuell festlegbaren monatlichen Höchstbetrag - notfalls sei das per Gesetz festzulegen, so die AK.

Die AK hat 20 Vertrags- und elf Wertkartenangebote für mobiles Breitbandinternet erhoben. Im besten Fall kosten in der Datenpauschale etwa sechs Gigabyte neun Euro oder 19 Gigabyte 15 Euro. Bei Wertkartenanbietern kostet das Gigabyte meist 20 Euro für zwölf Monate. Der Mehrverbrauch wird dann teuer.

Das kann passieren, wenn Musikdownloads eine nicht abschätzbare große Datenmenge haben. Dann wird mengenabhängig abgerechnet: So verlangen die Anbieter zehn bis 25 Cent pro zusätzlichen Megabyte. In der Pauschale sind es umgerechnet nur 0,1 bis 0,4 Cent je Megabyte (Vertragstarife), zwei Cent je Megabyte bei Wertkarten-Handys. Wird die Pauschale überschritten, können im schlimmsten Fall zehn Gigabyte rund 1.300 Euro kosten.

Bis zu 2.000 Euro Aufzahlung
Die AK hat auch 15 Verbraucher-Beschwerden analysiert. Die Betroffenen hatten meist Tarife für Datenpakete mit einem Datenvolumen von fünf bis 19 Gigabyte. Aber: Sie zahlten auf einmal mehr drauf - im Schnitt waren es 620 Euro. Bei drei Konsumenten waren die Kosten sogar extrem hoch: 1.150 Euro, 1.500 Euro und 2.000 Euro.

Apps als versteckte Kostenfallen
Die Verbraucher werden oft nicht vor den Kostenfallen gewarnt, wenn die Datenpauschale aufgebraucht ist, kritisiert die AK regelmäßig. In vielen Verträgen werde zwar auf das inkludierte Datenvolumen hingewiesen, nicht aber wie nach dem Ausschöpfen der Pauschale verrechnet werde. Oft werde auch die Technik zum Verhängnis, wenn etwa regelmäßig automatische Verbindungen ohne Wissen des Verbrauchers aufgebaut werden. So informieren beispielsweise Apps für Smartphones den Nutzer über neue Mails - die Anwendungen prüfen hierfür ständig das Postfach und bauen dicht hintereinander Verbindungen zum Internet auf.

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